Abenteuersport

Inhaltliche Richtung im Freizeit- und Breitensport, deren Ziel es ist, den Erlebniswert sportlicher Aktivitäten durch spezielle äußere Bedingungen und Anforderungen, u. a. an die Sinneswahrnehmung, besonders zu betonen.

Abenteuersport verbindet körperlich-sportliche Anforderungen mit starken emotionalen Eindrücken wie Spannung, Überwindung von Angst und ungewöhnlichen sensomotorischen Erfahrungen. Abenteuersport heißt, Gelegenheiten zu schaffen, um freiwillig ein kalkulierbares Risiko einzugehen. Dieses Ziel wird einerseits erreicht durch Bewegungsaktivitäten unter extremen natürlichen Bedingungen (Rafting, Nordlandtrekking, Mountainbiking, Moordurchquerungen). Andererseits wird der Abenteuersport auch unter Hallenbedingungen reproduziert, indem motorische Anforderungen (Balanceübungen, Klettern, Schwünge und Sprünge) in eine meist fiktive Abenteuersituation eingebettet werden. Den Übenden werden dadurch Kreativität, Entschlossenheit, Mut, Reaktionsfähigkeit, aber auch koordinierte Interaktion bei der Suche und Realisierung motorischer Lösungswege abverlangt. Abenteuersport entspringt dem wachsenden Bedürfnis insbesondere der jungen Generation, die Freizeit einerseits lustbetont und erlebnisreich, andererseits zunehmend als Chance zur Selbstverwirklichung und Ausformung von Individualität zu gestalten. [27] 

Erlebnissport

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