Ausdauer

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlicher Belastung, die den Erhalt der individuellen Leistungsfähigkeit über die gegebene Belastungsdauer gewährleistet und Leistungsverluste mindert.

Ausdauer sichert den effektiven Einsatz der Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeiten sowie den Erhalt des sporttechnischen Niveaus bis zum Ende der Belastung bei der Bewältigung umfangreicher Anforderungen in Training und Wettkampf. Unter zeitlichem Aspekt sowie den damit zusammenhängenden Stoffwechselprozessen (Stoffwechsel) werden Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. In Verbindung mit Kraft- oder Schnelligkeitsanforderungen charakterisiert Ausdauer solche komplexen Fähigkeiten wie Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer. Unter sportmedizinischer Sicht wird zwischen aerober Ausdauer und anaerober Ausdauer differenziert. Ausdauer ist vor allem von der Bewegungsökonomie, den volitiven Steuerungsfähigkeiten sowie vom Funktionsniveau zentraler biologischer Systeme (Nervensystem, endokrines System, Herz-Kreislauf-, Atmungs-, Stoffwechselsystem, Blut) und Anpassungen der Skelettmuskulatur (lokale Muskelausdauer) abhängig.  Jede sportliche Wettkampfleistung erfordert eine der Leistungsstruktur adäquate Ausprägung der Ausdauer (wettkampfspezifische Ausdauer). Darüber hinaus ergeben sich auch aus differenzierten Belastungsanforderungen des sportlichen Trainings besondere Ansprüche an die Ausdauer. Die Basis für Ausdaueranforderungen ist die Grundlagenausdauer. Ausdauerfördernde Belastungen erhöhen auch die Belastbarkeit und bewirken Anpassungen, die eine Beschleunigung der Erholung nach sportlichen Anstrengungen sichern. Die Bewertung der Ausdauer erfolgt bei klassischen  Ausdauerleistungen durch Abschätzen der sportlichen Leistung (benötigte Zeit für eine definierte Strecke oder der “Durchhaltedauer” z. B. beim Dauerlauf, Dauerschwimmen oder Wandern). Exakter ist es jedoch, das Niveau der Ausdauer durch das Erfassen des ermüdungsbedingten Leistungsverlustes bei einer Wettkampf- oder Kontrollbelastung zu ermitteln. Dazu wird die Differenz zwischen der ohne Ermüdung theoretisch möglichen und der tatsächlich erreichten Leistung festgestellt (relative Ausdauer). [15]

= Ausdauerfähigkeit

 

 

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