Ballhalten

1. Auf Sicherheit angelegte Spielweise der sich im Ballbesitz befindlichen Mannschaft unter Ausnutzung der jeweiligen Spielregeln, um den Gegner nicht in Ballbesitz kommen zu lassen.

Ballhalten dient bei Verhinderung des Spieltempos vorrangig dazu, eigene Spielsicherheit und Abwehrkraft zu gewinnen, gegnerischem Angriffsdruck entgegenzuwirken, ein vorteilhaftes Ergebnis zu sichern und zahlenmäßige Unterlegenheit zu überbrücken. Es erfordert neben technisch-taktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vor allem eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit. Nachteilig kann sich Ballhalten auswirken, wenn es bei günstigen Spielsituationen nicht mit einer gezielten Angriffstätigkeit verbunden ist. In verschiedenen Spielregeln ist das Ballhalten durch entsprechende Regelfestlegungen nicht mehr bis zu einer deutlichen Spielstörung ausdehnbar, weil innerhalb einer festgelegten Zeit ein Korb- bzw. Torwurf erfolgen muß (z. B. 30-Sekunden-Regel im Basketball; passives Spiel im Handball; 35-Sekunden-Regel im Wasserball). Im Tennis kommt das Ballhalten im Sinne einer auf Sicherheit bedachten Spielweise besonders beim Grundlinienspiel zum Ausdruck.

2. Volleyball: Regelverstoß durch unsaubere, nicht in ganzheitlicher, kurzzeitiger Bewegung verlaufende Ballberührung eines Spielers besonders bei Zuspiel und Bagger (z. B. Heben, Ziehen, Führen). [12]

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