Belastungsgestaltung (Techniktraining)

Art und Weise der Verwirklichung des Prozesses der Trainingsbelastung, bezogen auf die Herausbildung von Bewegungsfertigkeiten und koordinativen Fähigkeiten.

Ausgehend von der für die Realisierung sporttechnischer Handlungen charakteristischen Informations-Energie-Dependenz müssen durch die Belastungsgestaltung sowohl Entwicklungen im informationell-koordinativen (z. B. Funktionserweiterungen im System der motorischen Koordination) als auch im energetisch-konditionellen Bereich ausgelöst werden. Belastungswirkungen werden durch den wiederholten Vollzug der Handlungen und die methodischen Anforderungen (Üben) hervorgerufen. Wirksame Belastungsgestaltung ist an die Bedingung gebunden, daß einerseits durch die Summation der Übungswiederholungen die energetisch-konditionellen Grundlagen beansprucht bzw. ausgeschöpft werden und damit gleichzeitig eine optimale zentralnervale Aktivierung erfolgt, ohne daß lernfortschrittshemmende Ermüdung auftritt. Andererseits ist mittels entsprechender methodischer Maßnahmen die kognitive und sensornotorische Regulation zu verbessern, was an Übungswiederholungen nahe dem z. Z. möglichen Qualitätsoptimum gebunden ist. Deshalb ist die Belastungsgestaltung über Belastungsfaktoren mit quantitativen Angaben (Umfang, Dichte) nur anwendbar, wenn optimale Bewegungsgüte als Lernbedingung eingehalten wird. Die erreichte Bewegungsgüte dient damit zugleich als Kontrolle einer lernwirksamen Belastungsgestaltung, d. h., daß bei Güteabfall eine Reduzierung der Anforderungen an Umfang, Intensität und Schwierigkeit der Körperübungen erfolgen muß. [26]

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