Dauermethode

Trainingsmethode zur Ausbildung von Ausdauer- und Kraftausdauerfähigkeiten in Form einer langdauernden, ununterbrochenen Belastung in einer Trainingseinheit.

Typische Belastungsformen sind der Dauerlauf oder das Dauerrudern und -radfahren mit einer Belastungsdauer ab etwa 30 min bis zu mehreren Stunden. Varianten der Dauermethode sind die kontinuierliche Methode (gleichmäßige Geschwindigkeit) und die Wechselmethode (wechselnde Geschwindigkeit). Sehr häufig wird auch das Fahrtspiel (Fartlek) zur Dauermethode gerechnet; diese Zuordnung ist strittig, weil das Fahrtspiel neben Dauerbelastungen auch intermittierende Belastungsformen aufweist, die nach der Intervall- bzw. der Wiederholungsmethode gestaltet werden. Die Intensität umfaßt die Bereiche geringe und mittlere Geschwindigkeit; submaximale Geschwindigkeit wird selten und nur in Verbindung mit der Wechselmethode eingesetzt. Die Art der Anpassungen bei Dauerbelastungen hängt von der Intensitätsstufe und der methodischen Variante ab. Bei geringer Geschwindigkeit im Bereich der aeroben Schwelle adaptieren die langsam kontrahierenden Fasern der Skelettmuskulatur, der Fettstoffwechsel wird aktiviert und die Effizienz von Atmungs-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystem erhöht sich. Bei mittlerer Geschwindigkeit im Bereich der anaeroben Schwelle werden betonter die schnell kontrahierenden Muskelfasern gefordert und neben der Grundlagenausdauer auch die Kraftausdauer gesteigert; die Kapazität und Leistungsfähigkeit des Atmungs-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystems vergrößern und erweitern sich. Deutliche Trainingseffekte ergeben sich aber nur bei großem Belastungsumfang. Die Varianten der Dauermethode sind unverzichtbar zur Ausbildung der Grundlagenausdauer im Wettkampf-, Gesundheits- und Rehabilitationssport sowie zur Vorbereitung auf wettkampfspezifische Ausdauerleistungen in den Langzeitausdauerdisziplinen. [15]

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