Entscheidungsschnelligkeit

Qualitätsmerkmal individueller Entscheidungsprozesse, das die rasche Auswahl zwischen mindestens zwei Handlungszielen oder Verhaltensalternativen beinhaltet.

Entscheidungsschnelligkeit schließt nicht automatisch die Sicherheit und Zweckmäßigkeit des vollzogenen Auswahlprozesses ein, weil sie durch den Betreffenden rational überlegt oder spontan-intuitiv vollzogen werden kann. Entscheidungsschnelligkeit ist eine bedeutende Leistungsvoraussetzung in allen situativen Sportarten, die ein sofortiges Reagieren auf die Handlungen des Gegners verlangen. 

Entscheidungsschnelligkeit mit positiven Grundzügen kennzeichnet man auch mit Entschlossenheit oder Entscheidungsfreudigkeit. Entscheidungsschnelligkeit trägt negative Züge, wenn sie als Beeinflußbarkeit, Suggestibilität, Verführbarkeil oder gar Haltlosigkeit in Erscheinung tritt.

Die zeitlichenAbläufe von Entscheidungsleistungen werden sowohl vom temperamentsabhängigen individuellen psychischen Tempo diktiert als auch durch die Tragweite der Entscheidungsfolgen, die Ambivalenz der Entscheidungsvarianten und die situationsbezogene Selbstsicherheit des handelnden Subjektes beeinflußt. [44]

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