Fahrtspiel

Trainingsmethode zur Ausbildung konditioneller Fähigkeiten in den Ausdauersportarten, die durch einen häufigeren Wechsel in der Geschwindigkeit, den Trainingsstrecken sowie der Pausendauer und -gestaltung im Verlauf einer Trainingseinheit charakterisiert ist.

Fahrtspiel kann je nach der Gestaltung Elemente aller Methoden (Dauer-, Wechsel-, Intervall-, Wiederholungsmethode) enthalten und ist daher keiner dieser Methoden eindeutig zuzuordnen. Das Fahrtspiel wurde in den dreißiger Jahren von HOLMER (Schweden) zur Vorbereitung von Mittel- und Langstreckenläufern der Leichtathletik ausgearbeitet und als Fartlek bezeichnet. Zum Wesen des originalen Fahrtspiel gehörte das weitgehend selbständige und schöpferische Handeln der Sportler bei der Belastungsgestaltung. Außerdem fand das Lauftraining vorwiegend im Gelände statt und sollte auch dadurch vielseitig und freudebetont wirken.

Bei Erhalt der vielseitigen Belastungsanforderung in einer Trainingseinheit kann das Fahrtspiel auch exakt geplant werden. Da die Geschwindigkeit zwischen Sprint und langsamem Lauf variiert werden kann, werden in einer Trainingseinheit vielfältige konditionelle Fähigkeiten gefordert und vielseitige Anforderungen an das Niveau der sporttechnischen Fertigkeiten und der motorischen Fähigkeiten gestellt. In dieser Vielfalt der Belastungsanforderungen liegen einerseits die Vorteile dieser Methode, andererseits aber auch ihre Grenzen, weil keine Fähigkeit und psychische Eigenschaft optimal gefordert und beeinflußt werden kann.

Die Methode des Fahrtspiel ist in allen Ausdauerdisziplinen, in den Sportspielen und im allgemeinen Konditionstraining anwendbar. [15]

= Fartlek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.