Handlungsziel

Gedanklich vorweggenommenes, aktivitätsbestimmendes Resultat einer Handlung, was Tätigkeit veranlaßt ( aktiviert),  organisiert und lenkt sowie für diese zum Soll- bzw. Kontrollwert wird.
Das H. kann auf der Grundlage eines Entscheidungsprozesses ausgewählt und festgelegt werden; es entsteht aber auch aus der Aktivierung übergreifender Motive (z.B. vorhandenes Gesundheitsmotiv führt zu dem Ziel, täglich Gymnastik zu treiben) oder Tätigkeitsziele (das Ziel, für einen bestimmten Wettkampf nominiert zu werden, führt dazu, eine bestimmte Belastung bewältigen zu wollen). Das H. bezieht sich stets auf Zukünftiges, muß in bewußter Absicht aktiv verwirklicht werden können sowie den subjektiven und objektiven Realisierungsbedingungen entsprechen. Im Verlaufe der Anforderungsbewältigung wird bei auftretenden Widerständen (z. B. Ermüdung, Gegner) die Anstrengung erhöht oder eine neue Strategie gewählt, um am H. festzuhalten. Es kann aber auch verändert werden.
Im sportlichen Ausbildungsprozeß muß der Sportler lernen, sich reale Ziele zu setzen (Zielbildung), an Zielen festzuhalten (Willensschulung, Selbstbefehle) und unter Umständen Ziele zu variieren (z.B. ein aktuell nicht erreichbares Ziel zugunsten einer bestmöglichen Plazierung verändern). [40]

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