Impulsivität

Eng mit den individuellen Temperamentsbesonderheiten verbundene Verlaufsqualität der Entschlußfassung für bestimmte Handlungsziele, der Intensität ihres Ablaufes und der Art und Weise der subjektiven Resultatsbewertung.
Impulsivität äußert sich in einem hohen Maß an Spontaneität, in einem deutlich reduzierten 
Grad an bewußter Überlegung und Kontrolle, wobei oft die erforderliche kritische Distanz zum eigenen Tun vermindert ist oder ganz verlorengeht Impulsivität korrespondiert mit leichter und heftiger Erregbarkeit, Unbeherrschtheit sowie mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Meinungswandels und der radikalen Umgestaltung existierender Ziele und Handlungspläne, ohne die damit verbundenen Folgen und Konsequenzen gebührend zu beachten und nüchtern zu kalkulieren. 
Der impulsive Mensch neigt nicht nur zu raschen Entschlüssen und schnellen Urteilen, seine emotionale Ansprechbarkeit und  Begeisterungsfähigkeit können auch kurzzeitig ein hohes Motivationspotential freilegen, wodurch die große Intensität vieler Handlungen erklärbar wird. Aus der Sicht der Anforderungen und der psychischen Leistungsstrukturen der überwiegenden Mehrzahl der Sportarten und Disziplinen bildet die Impulsivität eine wichtige 
Grundeigenschaft der Persönlichkeit, deren Integration in die Gesamtheit der  handlungsregulatorischen Besonderheiten erst darüber entscheidet, ob sie positive oder negative Verhaltens- und Reaktionsweisen begünstigt. [44]

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