Kinder- und Jugendsportschule (KJS)

In mehreren osteuropäischen Ländern geschaffene Schulen zur individuellen Förderung sportlicher Nachwuchstalente.

Sie besitzen unterschiedlichen Charakter und differenzierte Strukturen. Während z.B. die ersten, 1934 in der Sowjetunion gegründeten Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) außerunterrichtliche Einrichtungen verkörpern, waren sie in der DDR von Anbeginn in das allgemeinbildende Schulsystem integriert.

Die ersten Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) bildeten eigenständige Einrichtungen innerhalb von allgemeinbildenden Schulen, an denen zusätzlich zu deren Lehrplan ein erweiterter Sportunterricht durchgeführt wurde, der zu diesem Zeitpunkt vorrangig der allgemeinen Förderung sportlicher Talente diente. Erst von 1962 an wurden sie Spezialschulen im Fördersystem des DDR-Hochleistungssports. Gleichzeitig war damit die Erweiterung der schulischen Ausbildung auf den Abiturbereich verbunden. Nunmehr unterrichteten sie zwar weiter nach den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen, das Streben nach sportlichen Höchstleistungen im Sinne einer systematischen Nachwuchsförderung rückte jedoch in den Mittelpunkt.

Nach 1990 wurden die KJS im Rahmen der Umgestaltung des Bildungssystems zu Spezialschulen Sport (Sportgymnasien) umgewandelt, in denen parallel zur schulischen Ausbildung ein erweiterter Sportunterricht ohne vordergründige Leistungssportorientierung erfolgt. [14]

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