Kindesalter

Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Beginn des Jugendalters.

Biologisch umfaßt das Kindesalter den gesamten Zeitraum der nachgeburtlichen Entwicklung bis zum Einsetzen der Geschlechtsreifung (Pubeszenz). Diesbezüglich ist es vor allem durch die beträchtliche Zunahme von Körperhöhe und Körpermasse, die Veränderung der körperbaulichen Proportionen sowie durch morphologisch-funktionelle Wandlungsprozesse gekennzeichnet.

Psychologisch ist das Kindesalter ebenfalls mit außerordentlich ausgeprägten quantitativen und qualitativen Entwicklungen vor allem in kognitiver Hinsicht (Wahrnehmung, Denken, Sprache), im emotional-volitiven Verhalten sowie in den Sozialbeziehungen verbunden.

Motorisch nimmt die Ontogenese im Kindesalter ihren Ausgang von der zunächst lediglich lebenssichernden Reflexmotorik des Neugeborenen; zum Ausgang des Kindesalters ist dagegen das im Gefolge von eigen- und umweltinduzierten Aktivitäten jeweils kulturell erforderliche bzw. tradiierte „Bewegungsgesamt“ zumindest grundlegend bereits verfügbar.

Generell verlaufen die biopsychosozial intendierten Entwicklungsprozesse im Kindesalter nach Tempo und Ausmaß in Dimensionen, die ontogenetisch differenzierte Betrachtungen der verschiedenen Entwicklungsetappen im Kindesalter erfordern (z.B. Säuglingsalter, Kleinkindalter, Vorschulalter, frühes und spätes Schulkindalter).

Bei jeglicher sportlichen Einflußnahme ist der besonders raschen und ausgeprägten Entwicklung im Kindesalter in biotischer, psychischer und motorischer Hinsicht zu entsprechen, indem die jeweils alterstypischen und individuellen Eigenheiten der Kinder bei der inhaltlichen und methodischen Gestaltung sportmotorischer Interventionen differenziert berücksichtigt werden. [74]

= Kindheit

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