Kombinationsfähigkeit motorische

Koordinative Fähigkeit; relativ verfestigte und generalisierte Leistungsvoraussetzung zur Verbindung mehrerer selbständiger Bewegungshandlungen zu einem einheitlichen Handlungsgefüge.

Dabei laufen die Teilhandlungen (Bewegungsoperationen) zumeist nacheinander, in bestimmten Fällen auch gleichzeitig ab (Bewegungskombination). Die motorische Kombinationsfähigkeit hängt im starken Maße von der motorischen Antizipationsfähigkeit, von der vorausschauenden Programmierung des gesamten Handlungsgefüges, ab. Die motorische Kombinationsfähigkeit spielt im Trainingsprozeß einer Vielzahl von Sportarten (Spiel- und Zweikampfsportarten, Gerätturnen, Eiskunstlauf u. a.) eine wesentliche Rolle, hat darüber hinaus aber bei allen kombinierten Körperübungen eine enge Beziehung zur Bewegungsökonomie. In den Spiel- und Kampfsportarten äußert sich die motorische Kombinationsfähigkeit im folgerichtigen Einsatz von Handlungen und Techniken, die einen bestimmten Spiel- und Kampfverlauf ergeben. Die sportartspezifische Ausprägung und Wirkung der motorischen Kombinationsfähigkeit überwiegt gegenüber ihrem Allgemeinheitsgrad als koordinative Leistungsvoraussetzung. [19]

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