Kommerzialisierung

Im engen Zusammenhang mit Ökonomie, Wirtschaft, Kommerz, Profession gekennzeichneter gesellschaftlich bedingter sozialer Austauschprozeß, bei dem bis dahin kaum oder nicht wirtschaftlich genutzte Lebensbereiche einer solchen Nutzung zugeführt werden.

Im Sport ist Kommerzialisierung Unterordnung des Sports unter wirtschaftliche Interessen. Sportliches Handeln und sportliche Ereignisse werden in ökonomische, wirtschaftliche, kommerzielle sowie professionelle Verwertungszusammenhänge einbezogen und unterliegen damit auch diesen Bedingungen. 

Kommerzialisierung im Sport reicht vom professionell ausgeübten Sport über kommerziell betriebene staatliche oder private Sporteinrichtungen bis hin zur Nutzung des Sports als Werbeträger.

Der Prozeß der Kommerzialisierung im Sport weist aber auch verschiedene Probleme auf, die eine differenzierte Haltung zu dieser Erscheinung begründen. Das sind z.B.

– Probleme bei der Anwendung der Amateurregel
– Diskussionen um die traditionellen Werte des Sports, seiner Ziele und Identität
– Verschärfung des Spannungsverhältnisses zwischen dem Breitensport (Freizeitsport) und dem Leistungssport
– Ausnutzung des Sports durch sportfremde Industriezweige als wirtschaftliches Erfolgsmittel
– Einschränkung der Autonomie der Sportorganisationen durch Unterordnung unter wirtschaftliche Zwänge. [59]

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