Kompensationstraining

Prozeß der Belastung und Beanspruchung im Rahmen des sportlichen Trainings, der die Kompensation eines gestörten bzw. gefährdeten Gleichgewichts zum Ziel hat.

Als eine Form des leistungssportlichen Trainings dient das Kompensationstraining u. a. der optimalen Verarbeitung vorangegangener intensiver Belastungen und Beanspruchungen und gleichzeitig zur Erhöhung der Belastbarkeit für nachfolgende intensive Belastungen und Beanspruchungen. Kompensationstraining selbst wird in der Regel, aber nicht nur, mit relativ niedriger Belastungsintensität durchgeführt. Seine Gestaltung richtet sich nach der Art und Weise der vorangegangenen Belastung und der daraus resultierenden Beanspruchung.

Hauptsächlich zu unterscheiden ist das Kompensationstraining nach

– hohen physischen Beanspruchungen zur schnellen Normalisierung der Stoffwechselprozesse und zum Auffüllen der Energiespeicher durch Tätigkeiten unter aeroben Bedingungen
– hohen nervlich-psychischen Beanspruchungen durch andersgeartete psychisch entspannende Tätigkeiten mittels allgemeiner Körperübungen sowie niedriger oder mittlerer Belastungsintensität.

Kompensationstraining kann auch gegen Störungen des muskulären Gleichgewichts eingesetzt werden. Das ist sowohl im Leistungssport als auch im Breiten- und Rehabilitationssport möglich. Bei einer diesbezüglichen Kräftigung abgeschwächter Muskeln gilt die niedrige Intensität nicht grundsätzlich. Es ist vielmehr je nach Realisierungsbereich des Kompensationstrainings differenziert vorzugehen. Das Kompensationstraining wird sowohl in eigens dafür vorgesehenen Trainingseinheiten und auch als Bestandteil von Trainingseinheiten durchgeführt, die andere Schwerpunkte zum Inhalt haben. [6]

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