Krafttraining

Sportliches Training zur Ausbildung von Kraftfähigkeiten, bei dem durch über windende, nachgebende oder haltende Muskeltätigkeit eine hohe bis maximale Muskelzugspannung ausgelöst wird.

Die im Krafttraining erzeugte hohe Muskelzugspannung ist die Grundvoraussetzung für kraftsteigernde adaptative Veränderungen. Die Wirkungsrichtung des Krafttrainings, z.B. Entwicklung der Maximalkraft-, der Schnellkraft- oder der Kraftausdauerfähigkeit, wird durch die Widerstandsgröße, die Kraftanstiegs- und Bewegungsgeschwindigkeit und die Anspannungsdauer sowie durch die Seriengröße und die Art der Kraftübung bestimmt.

Nach der Kontraktionsweise der Muskulatur unterscheidet man zwischen dynamischem Krafttraining (konzentrische oder exzentrische Kontraktion) und statischem Krafttraining (isometrische Kontraktion). Nach der Wirkungsrichtung wird zwischen Maximalkraft- und Schnellkrafttraining und nach der Art der Trainingsübungen zwischen allgemeinem und speziellem Krafttraining unterschieden.

Das Ziel des Krafttrainings besteht in der Kräftigung einzelner Muskeln, Muskelpartien und komplexer Muskelschlingen, die in der ausgewählten Wettkampfdisziplin eines Sportlers besondere Kraftleistungen zu vollbringen haben.

Zu kräftigen sind auch abgeschwächte Muskeln, die das muskuläre Gleichgewicht stören, um Haltungsschwächen und möglichen Fehlbelastungen entgegenzuwirken.

Zur Widerstandserzeugung nutzt man Übungen mit Überwinden des eigenen Körpergewichts, die Gegenwirkung eines Partners, belastende Geräte, Zugwiderstände und ähnliches. Zur direkten Ausbildung der disziplinspezifischen Maximal- und Schnellkraftfähigkeiten sind Belastungsformen mit der Wettkampfbewegung erforderlich (spezielles Krafttraining).

Durch Widerstandserhöhung (schwere Geräte, Bremseinrichtungen usw.) ergeben sich Bedingungen für erhöhte Muskelzugspannungen, durch Widerstandsverringerung solche für erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit, wodurch die Schnelligkeitskomponente (schnelle Kontraktionsfähigkeit) der Schnellkraftfähigkeit positiv beeinflußt werden kann. [15]

 

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