Lauftechnik

1. Sportliche Technik der Fortbewegung im leichtathletischen Lauf, Skilanglauf oder Eisschnelllauf
2. Spielsportarten: Die durch die charakteristischen Ablaufsformen der einzelnen Sportspiele und ständig wechselnden Spielsituationen sowie Handlungsanforderungen im Verhalten zum Gegner bestimmte Haltung und Bewegung des Körpers beim Lauf des Spielers.
Der spielspezifische Lauf fordert hohe koordinative und Schnelligkeitsfähigkeiten. Diese haben auch beachtlichen Einfluß auf Sprung-, Wurf-, Schuß- oder Schlagleistungen. Oberkörperhaltung, Schrittmaß und Bewegungsfrequenz sowie die Armbewegungen sind von der jeweiligen Spielsituation bzw. dem Handlungsziel abhängig. Als charakteristische Merkmale der Lauftechnik lassen sich zusammenfassen:
– Hohe Bewegungsschnelligkeit (Explosivität) aus situationsspezifischen Startstellungen (z.B. tiefe Abwehrhaltung, Laufübung seitliche Körperstellung zur neuen Laufrichtung, Rücken zur Laufrichtung)
Beschleunigungsfähigkeit (Antrittsgeschwindigkeit, hohe Schrittfrequenz) im Bereich der lokomotorischen Schnelligkeit vorwiegend über kurze Strecken (zum Lösen vom Gegner, Freilaufen, Nachsetzen)
-Relativ tiefer Körperschwerpunkt (für die Sicherheit in der Körperhaltung, reaktive Bewegungen, variable Ballbehandlung, Ausführung von Täuschungshandlungen)
– Gewichtsverlagerungen des Körpers sowie ständiges Stoppen und Starten führen zu hohen Gelenkbelastungen (plötzliche Richtungswechsel, Bogenläufe, Nachstellschritte, Ausweichbewegungen, Sprünge, Umspielen des Gegners).
In den Sportspielen mit geringeren Laufstrecken (z.B. in den Rückschlagspielen) ist die Lauftechnik im Sinne von zweckmäßiger Beinarbeit zu verstehen. Es geht hier um richtige Schrittfolgen, um aus der Bereitschaftsstellung in eine optimale Schlagposition zu kommen. Im Tennis werden meistens Zweier- und Vierer-Schrittfolgen angewandt. [12;63]

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