Motivationsdynamik

Änderung der Motivinhalte und ihrer Beziehungsstrukturen sowie der Antriebsstärke in onto- und aktualgenetischen Verläufen.

Sie werden in erster Linie durch individuelle und kooperative Leistungsergebnisse und ihre gesellschaftlich-sozialen Bewertungen veranlaßt. Die ontogenetische Motivationsdynamik vollzieht sich durch Bedürfniserweiterung und -differenzierung als wesentlicher Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung. Die aktuellgenetische Motivationsdynamik umfaßt in erster Linie die situations- und bedingungsspezifische Motivdominanz und die im Handlungsverlauf variierende Antriebsstärke. Die Motivation der sportlichen Tätigkeit zeigt eine nachweisbare Alters- und Leistungsabhängigkeit Dafür sind vor allem Knotenpunkte in der Leistungspräsentation und qualitative Wandlungen in der Prsönlichkeitsentwicklung ursächlich verantwortlich. Solche prägenden Faktoren können Außenseitererfolge, Siege bei bedeutenden Wettkämpfen, Karriereeinbrüche, Presserummel, Lebenskrisen und Zerwürfnisse mit wichtigen Bezugspersonen sein. Motivationsdynamische Verschiebungen ergeben sich im Verlauf und Ergebnis einzelner Handlungen und Handlungsfolgen, wenn die sie begleitenden Kontroll- und Bewegungsprozesse eine positive oder negative Abweichung vom Ziel signalisieren und veränderte externe motivierende Bedingungen eintreten. Das daraus resultierende Verhaltensspektrum reicht von einer Steigerung bis an psychophysische Leistungsgrenzen bis zur resignatorischen Aufwandsminderung oder zum Handlungsabbruch. Der Aufrechterhaltung des erforderlichen Motivationspotentials dienen verschiedene Formen der Selbstmotivierung und Stimulierung. In der Trainings- und Wettkampftätigkeit bewirkt die zeitliche und räumliche Annäherung an das Handlungsziel häufig eine positive Motivationsdynamik, deren Mobilisationseffekte beobachtbar sind. [44]

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