Olympiastützpunkt (OSP}

Einrichtung zur Durchführung eines qualifizierten, wissenschaftlich begründeten, auf das Erreichen sportlicher Höchstleistungen in den anerkannten olympischen Disziplinen gerichteten Trainings.

In den OSP werden die verschiedenen Strukturen des Leistungssports in einem Gebiet/einer Region zusammengefaßt. Die trainingswissenschaftliche, physiologische, psychologische und sportmedizinische Betreuung wird in den OSP mit der sozialen Betreuung verbunden. In den OSP wird also das Umfeld des Leistungssportlers günstig koordiniert, um die besten Voraussetzungen für das Erreichen hoher sportlicher Leistungen bei optimalem Training zu schaffen. Für die Herrichtung der Trainingsstätten in Olympiastützpunkten werden erhebliche Mittel bereitgestellt. Die trainingsmethodische Arbeit in den OSP wird durch die enge Zusammenarbeit mit sportwissenschaftlichen Institutionen gefördert (besonders Sportmedizin, Biomechanik usw.). Ferner werden Wirtschaft, Industrie und auch die Bundeswehr bzw. der Bundesgrenzschutz in diesen Prozeß eingebunden. Die Konzeption des DSB sah Ende der 80er Jahre 15 Olympiastützpunkte vor (u.a. in Berlin, den Regionen Frankfurt/Rhein-Main, Freiburg/Schwarzwald, Hamburg/Kiel, Hannover/ Wolfsburg, Köln/Bonn, Leverkusen, Mainz/Rheinland-Pfalz, München, Rhein-Nekkar, Ruhr-Ost, Ruhr-West, Saarland, Stuttgart, Tauberbischofsheim, Warendorf/Münsterland). In jedem OSP werden Aktive in 1 bis 12 Sportarten betreut. Der Aufbau weiterer Olympiastützpunkte in den neuen Ländern begann 1991/92 (u.a. in Leipzig, Magdeburg und Cottbus). Neben den Bundesleistungszentren sind den OSP über 100 Bundesstützpunkte zugeordnet, in denen die Sportlerinnen/ Sportler der Leistungskategorien A, B und C trainiert und betreut werden. Die Bundesregierung hat den Aufbau der OSP finanziell bisher wesentlich unterstützt. [35]

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