Phylogenese motorische

Im weiten Sinn Stammesentwicklung ( Entstehung, Abstammung, Entwicklung) von Organismengruppen in der Aufeinanderfolge der Generationen mit ihren typischen motorischen Verlaufsformen.

Aus der Sicht der Motorik bedurfte es in der Evolution des Lebens eines langen Weges, ehe aus amöboiden Reaktionen bzw. Geißelbewegungen die für den Jetztmenschen typischen Bewegungsvarianten möglich wurden. Die höchste Ausprägung der auf einsichtigem Verhalten beruhenden Motorik beginnt mit dem Tier-Mensch-Übergangsfeld (vor 6 bis 2 Millionen Jahren) und erreicht beim Homo sapiens die derzeit höchste Ausprägung. Die Vielfalt der Arbeits- und Sportmotorik ist dafür ein beredter Beleg. Charakteristisch für den Menschen sind die aufrechte Haltung und der aufrechte Gang. Nach der erfolgreichen Adaptation der Beine an den vertikalen Körperbau mit seiner ausgewogenen Statik wird eine Gangart möglich, über die nur der Mensch verfügt. Gleichzeitig sind die Hände frei, und die Daumen werden opponierbar. Das ermöglicht im Zusammenspiel mit den ausgereiften corticalen Strukturen, insbesondere dem optischen Analysator, die schnelle Zielmotorik des Menschen. [7]

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