Auerbachsprünge

Klasse der aus dem Stand oder aus dem Anlauf nach vorn ausgeführten rückwärtsdrehenden Sprünge in der Sportart Wasserspringen.

weiter

Auf- und Umschwungbewegungen

Rotationen um eine feste bzw. annähernd feste Drehachse durch die Griffstellen, zu der die Breitenachsen des Körpers parallel liegen.

weiter

Aufbauspieler

Spieler in den Mannschaftssportspielen mit der Hauptfunktion der Vorbereitung des Angriffs: beim Basketball= Hinterspieler, Fußball = offensiver Mittelfeldspieler, Handball = Rückraumspieler, Wasserball = Verbinder, Volleyball = Zuspieler.

weiter

Aufbauwettkampf

Wettkampf, der zur Vorbereitung auf Wettkampfhöhepunkte sowie zur Vervollkommnung der wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit eines Sportlers/Sportlerin bzw. einer Mannschaft und deren Einschätzung dient.

weiter

Aufgabe

Anforderung zur Ausführung einer Tätigkeit, oft verbunden mit der Überwindung von Widerständen und dem Lösen von Problemen.

weiter

Aufgabenklasse

Handlungsanforderungen bei verschiedenen Tätigkeiten, die in ihrem Wesen und damit ihrer Struktur weitgehend übereinstimmen und sich durch gemeinsame Hauptmerkmale von anderen unterscheiden.

weiter

Aufgabenklasse biomechanische

Die der Sportbiomechanik entsprechende Klassifizierungsform für sportliche Bewegungen nach mechanisch formulierbaren Aufgaben und Bedingungen.

weiter

Aufgeben

1. Methodische Grundform; besteht im Stellen von Aufgaben und Setzen von Impulsen durch den Lehrenden, vor allem zu Beginn des Übens, und zielt eine relativ selbständige Aufnahme und Verarbeitung des Übungsstoffes durch den Lernenden an.
2. Einen Ball ins Spiel bringen (Ballaufgabe).
3. Vorzeitiges Beenden eines Wettkampfes, ohne daß eine Disqualifikation ausgesprochen wurde.

weiter

Aufkanten

1. Kippen eines oder beider Ski im Skisport.
2. Seitliches Ankippen des Bootes im Wildwassersport.

weiter

Aufmerksamkeit

Zustand bzw. Prozess intensiver und gerichteter Wahrnehmung, der motivational (Bedürfnisse, Einstellungen, Interessen) beeinflusst ist und willkürlich gelenkt, aber auch unwillkürlich ausgelöst werden kann.

weiter

Aufsprung

Das Auftreffen auf einer Absprungstelle als erste Bewegungsphase eines reaktiven Absprungs im normierten Turnen.

weiter

Aufsprungwinkel

Winkel zwischen der Tangente an die Flugbahn eines Körpers (Massenmittelpunkt) und der Ebene der Aufsprungfläche zum Zeitpunkt des Stützbeginns (Landebeginn).

weiter

Aufstellungsform

Organisationsform zur Gestaltung von Sportstunden bzw. Trainingseinheiten, die das räumliche Verhalten der Übenden zueinander, zum Lehrenden, zur Übungsstätte und zum Übungsablauf betrifft.

weiter

Auftrieb

Der Gewichtskraft eines Körpers entgegenwirkende äußere Kraft in Medien (Wasser, Luft).

weiter

Aufwandskalkulation psychische

Bestandteil von Zielbildungsprozessen in der Handlungsvorbereitung; dient der subjektiven Bewertung des physischen und psychischen Aufwandes, der zur Realisierung eines Handlungsziels als notwendig angesehen wird.

weiter

Aufwärtsschlag

Sportschwimmen: Unabhängig von der Lage des Körpers im Wasser (Körperlage) nach oben gerichtete Vertikalbewegung der Beine beim Rücken-(Ristschlag), Kraul- (Sohlenschlag) und mit Einschränkung (Rumpfeinsatz bei der Delphinbewegung) beim Delphinschwimmen (Sohlenschlag).

weiter

Aufzeichnung biomechanische

Kontinuierliche oder diskrete Registrierung von Werten bestimmter mechanischer Größen einer (sportlichen) Bewegung durch Verfahren der biomechanischen Bewegungsanalyse.

weiter

Ausbelastung

Bezeichnung für erschöpfende Belastung, meist auf maximale Ergometerbelastungen bezogen.

weiter

Ausbildung allgemein-athletische

Bestandteil der sportlichen Vervollkommnung, in dem durch Anwendung sogenannter allgemeiner Körperübungen grundlegende, vielfältig nutzbare Leistungsvoraussetzungen herausgebildet werden.

weiter

Ausbildung musikalisch-motorische

Entwicklung der Fähigkeit, musikalische Formungsmittel differenzierend wahrzunehmen und ihren spezifischen Einfluss auf die Bewegungsführung bzw. -gestaltung zu nutzen.

weiter

Ausbildung sportartspezifische

Bestandteil der sportlichen Vervollkommnung, in dem mit speziellen und Wettkampfübungen die sportartspezifischen Leistungsvoraussetzungen und die komplexe sportart- bzw. disziplinspezifische Leistungsfähigkeit herausgebildet und ausgeprägt werden.

weiter

Ausbildung sportliche

Gesamtheit der planmäßig organisierten Maßnahmen zur Ausprägung und Vervollkommnung der sportlichen Leistungsfähigkeit.

weiter

Ausbildung technisch-koordinative

Gesamtheit der planmäßig organisierten Maßnahmen zur Befähigung der Sportler, sportliche Handlungen mit einer koordinativ beherrschten, zweckmäßigen sportlichen Technik auszuführen.

weiter

Ausbildungsetappe

Inhaltlich definierter und zeitlich fixierter Abschnitt des langfristigen Leistungsaufbaus.

weiter

Ausdauer

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlicher Belastung, die den Erhalt der individuellen Leistungsfähigkeit über die gegebene Belastungsdauer gewährleistet und Leistungsverluste mindert.

weiter

Ausdauer aerobe

Leistungsvoraussetzung für eine muskuläre Ausdaueranforderung, bei der die benötigte Energie in hohem Maße durch den aeroben Stoffwechsel zur Verfügung gestellt werden kann.

weiter

Ausdauer allgemeine

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei vielseitigen sportlichen Anforderungen. Allgemeine Ausdauer wird durch vielfältige körperliche Tätigkeit entwickelt. Bei Beherrschung der sportlichen Technik befähigt allgemeine Ausdauer den Sportler, sich in verschiedenen Sportarten und bei unterschiedlichen Intensitätsanforderungen ausdauernd zu verhalten. Die Ausdauer prägt sich durch den Anforderungscharakter der Belastung (Art der Körperübung, Ausprägungsgrad der Faktoren der Belastungsintensität […]

weiter

Ausdauer anaerobe

Leistungsvoraussetzung für eine muskuläre Ausdaueranforderung, die durch anaerobe Stoffwechselvorgänge leistungsmäßig bestimmt und begrenzt wird.

weiter

Ausdauer dynamische

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei dynamischen Belastungsanforderungen.

weiter

Ausdauer lokale

Konditionelle Fähigkeit; Ausdauer einer Muskelmasse, die kleiner ist als 1/6 der gesamten Skelettmuskulatur.

weiter

Ausdauer relative

Darstellungsform der Ausdauer, die sich auf das Erfassen des ermüdungsbedingten Leistungsverlustes bei sportlichen Belastungen bezieht.

weiter

Ausdauer statische

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei statischer Muskelkontraktion (Haltearbeit) unterhalb einer Kontraktionsstärke von 30% der maximalen statischen Kraft.

weiter

Ausdauer wettkampfspezifische

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung beim Vollbringen sportlicher Leistungen unter Wettkampfbedingungen und beim Bewältigen wettkampfspezifischer Trainingsbelastungen.

weiter

Ausdauerlauf

Lauf über eine längere Strecke zur Ausbildung der Grundlagenausdauer und Langzeitausdauer.

weiter

Ausdauerleistung

1. Leistung bzw. sportliche Leistung, die dominierend durch die Ausdauerfähigkeiten bestimmt wird.
2. Komponente innerhalb einer komplexen (sportlichen) Leistung, die zu einer Ausdauerbeanspruchung führt.

weiter

Ausdauerquotient

1. Beziehung zwischen der Sauerstoffaufnahme bei einer Pulsfrequenz von 130 pro Minute und der Körpermasse in Kilogramm
2. Ausdauer relative

weiter

Ausdauersport

Inhaltliche Richtung des Breitensports, deren Ziel es ist, durch Ausdauerübungen eine Ökonomisierung der Funktionsweise insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Stoffwechselprozesse zu bewirken und damit zur Vermeidung von Erkrankungen beizutragen.

weiter

Ausdauersportart

Sportart bzw. -disziplin, die durch die Dominanz der Ausdauerfähigkeiten und durch zyklische Bewegungsabläufe charakterisiert ist (Sportschwimmen, leichtathletischer Lauf ab 400 m, sportliches Gehen, Rudern, Skilanglauf, Biathlon, Eisschnellauf, Bahn- und Straßenradsport, Triathlon, Orientierungslaufen und -fahren, Rollstuhlsport).

weiter

Ausdauertest

Sportmotorischer Test, mit dem die Ausprägung und der Entwicklungsstand der Ausdauerfähigkeit diagnostiziert werden soll.

weiter

Ausdauertraining

Sportliches Training zur Ausbildung von Ausdauerfähigkeiten, das durch einen auf die Belastungsintensität abgestimmten großen Belastungsumfang charakterisiert ist und bei dem im Belastungsvollzug eine reizwirksame physische und psychische Ermüdung ausgelöst wird.

weiter

Ausdauertraining allgemeines

Form des Ausdauertrainings mit allgemeinen und vielfältigen Körperübungen zur zielgerichteten Ausbildung grundlegender Ausdauerfähigkeiten.

weiter

Ausdauertraining extensives

Form des Ausdauertrainings mit geringer Belastungsintensität (Geschwindigkeit, Bewegungsfrequenz, Bewegungswiderstand) und vollständiger aerober Energieversorgung.

weiter

Ausdauertraining spezielles

Form des Ausdauertrainings unter Nutzung von Bewegungen oder Bewegungshandlungen derjenigen Sportart bzw. Wettkampfdisziplin, in der sich der Sportler spezialisiert.

weiter

Ausdauertraining wettkampfspezifisches

Form des Ausdauertrainings zur Ausbildung der wettkampfspezifischen Ausdauer und zur unmittelbaren Steigerung der sportlichen Leistung in den Ausdauersportarten, die durch Belastungen mit wettkampfspezifischen Bewegungsformen und Intensitäten im Bereich zukünftiger Leistungserwartungen charakterisiert ist.

weiter

Ausdrucksbewegung

Gesamtheit aller mimischen und gestischen Reaktionen und Aktionen, die als Körpersprache Kommunikations- und Kooperationsprozesse nonverbal begleiten und beeinflussen (Ausdrucksmotorik).

weiter

Ausdrucksfähigkeit motorische

Relativ verfestigte und generalisierte psychophysische Leistungsdisposition zur Darstellung ‘seelischer Momente’, Inhalte und Gefühle mit Hilfe der Bewegungen des Körpers.

weiter

Ausdrucksmotorik

Motorische Entäußerung eines Individuums, der andere Individuen Informationen entnehmen können.

weiter

Außenski

Skisport: Dem Drehpunkt fernerer Ski beim Fahren eines Schwunges bzw. Bogens.

weiter

Ausführungsregulation

Funktionseinheit der Handlungsregulation, die bestimmt, auf welche Weise und mit welchen Mitteln gehandelt wird.

weiter

Aushebeln

Rudern: Herausführen der Ruderblätter aus dem Wasser im unmittelbaren Anschluss an den Durchzug.

weiter

Ausholbewegung

Vorbereitende Teilbewegung in Gegenrichtung zur nachfolgenden Hauptbewegung (Vorbereitungsphase).

weiter

Auslaufen

Laufen mit geringer Intensität (unter aeroben Stoffwechselbedingungen) nach Wettkämpfen und intensiven Trainingseinheiten mit dem Ziel der raschen Erholung.

weiter

Auslegeranordnung

Rudern: Art und Weise der Verteilung und Anbringung der Ausleger an der Bordwand des Bootes

weiter

Auslosung

Form zur Festlegung von Wettkampfgegnern (z. B. Vorläufe- in der Leichtathletik, oder auch Bahnverteilung, Paarungen im Boxen, Gruppen im Fußball, Startfolge im Skisprunglauf).

weiter

Auspendeln

1. Skilanglauf passive Bewegung des Beines bzw. Armes nach erfolgtem Abdruck bzw. Abstoß bei der Ausführung der Skilanglauftechniken.

2. Leichtathletik:

– = Anfersen: lockeres A. des Unterschenkels in der hinteren Schwungphase nach hinten oben in Richtung Gesäß.
– A. des Unterschenkels nach vorn (oben) in der vorderen Schwungphase zur Vorbereitung eines aktiven (schlagend – greifenden) Fußaufsatzes und zur Gewährleistung eines optimal langen Laufschrittes.
– Ausdruck für die allmähliche Verminderung der Geschwindigkeit bis zum Stillstand (oder der weiteren Fortbewegung mit ganz geringer Geschwindigkeit) nach einem Wettkampf- oder Trainingslau/ mit hoher Geschwindigkeit.

weiter

Ausrichter

Institution des Sports, die im Auftrage eines Veranstalters den Wettkampf vorbereitet und durchführt.

weiter

Ausrüstung

Die zur Ausübung einer sportlichen Tätigkeit notwendigen gegenständlichen Dinge.

weiter

Ausschreibung

Zusammenstellung aller inhaltlichen und organisatorischen Maßnahmen zur zeitigen Orientierung auf einen bevorstehenden Wettkampf.

weiter

Ausstellschrittechnik

Skilanglauftechnik, bei der der Beinabdruck von einem stets nach einer Seite ausgewinkelten Ski erfolgt.

weiter

Ausstoß

Kugelstoßen: Abschluß der Stoßbewegung, in der die Kugel durch die Armstreckung ihre maximale Beschleunigung erhält und die Hand verläßt.

weiter

Auswahl

Reduzierung einer Gesamtmenge von Objekten der materiellen Welt, die in der Natur, der Gesellschaft und im Denken existieren, aufgrund eines bewußten oder unbewußten Ziels (natürliche Auswahl), durch das Auswahlkriterien gesetzt bzw. bestimmt werden.

weiter

Auswahlmannschaft

Zentral oder territorial zusammengestellte Mannschaft besonders leistungsfähiger Spieler in den verschiedenen Ausbildungsebenen oder Territorien zur Teilnahme an nationalen oder internationalen Wettkämpfen ( z. B. Nationalmannschaft, Jugendauswahl, Schülerauswahl).

weiter

Auswärtsspiel

Spiel in einer Wettkampfart, zu dem ein Hin- und Rückspiel gehören, das auf der Spielstätte des Gegners zur Austragung gelangt.

weiter

Ausweichbewegungen

Verteidigungshandlungen in den Zweikampfsportarten (hauptsächlich im Boxen), bei denen der Sportler durch Schritte oder Sprünge ( d. h. durch Beinbewegungen) seinen Standort verändert, um einem gegnerischen Angriff auszuweichen.

weiter

Auszeit

Wettkampfunterbrechung bei einigen Sportarten ( z. B. Basketball, Volleyball) auf Antrag des Mannschaftskapitäns oder des Trainers durch den Schiedsrichter.

weiter

Automatisierung

Prozeß der durch häufiges Üben bewirkten Vervollkommnung bzw. Peifektionierung -motorischer Handlungen, der eine bewußte Ausführung und Kontrolle entbehrlich macht.

weiter

Autorität

Beziehung zwischen Personen/Personengruppen (auch in institutionalisierter Form), die durch ein Verhältnis der Über- und Unterordnung und/oder der Anerkennung und Wertschätzung einer Person/ Gruppe durch andere charakterisiert ist.

weiter