Psychodiagnostik

Methodensystem und Lehre der Beurteilung von Menschen bezüglich ihrer individuellen psychischen Persönlichkeitsmerkmale und Voraussetzungen, die dem Erleben und Verhalten (Handeln) zugrundeliegen.

Psychodiagnostik im Sport gibt immer Antwort auf eine praktische Fragestellung, die aus der Sicht des Diagnostikers ohne Berücksichtigug psychologischer Aspekte nicht oder nur unzureichend beantwortet werden könnte. Solche Fragestellungen sind z. B.

  • Ermittlung von leistungsbestimmenden psychischen Komponenten sportlicher Tätigkeiten
  • Analyse des Entwicklungsstandes und der Entwicklungsfortschritte im Ausprägungsgrad psychischer Leistungsvoraussetzungen
  • Auswahl und Förderung von Sportlern
  • Einschätzung des aktuell-psychischen Zustands von Sportlern
  • soziale Diskrepanzen in Sportgruppen -Angst (vor Gegner, Niederlage, Verletzung).

Die Ausbildung des Trainers (Psychologen) bestimmt, ob das jeweilige Problem als psychologisches erkannt wird und daraus eine Fragestellung sowie entsprechende Untersuchungen abgeleitet werden. Psychodiagnostik im Sport ist entscheidungsorientiertes Handeln; untersucht werden jene psychischen Leistungsvoraussetzungen, von denen die Erfüllung der an den Athleten gestellten Aufgabe abhängt. Die Angemessenheit und Qualität der eingesetzten Verfahren und Methoden (Beobachtung, Befragung, Experiment, Test) bestimmen weitgehend die Praxiswirksamkeit der Sportpsychologie. [24]

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