Regel strategisch-taktische

Handlungsbezogene Entscheidungsregel auf der Grundlage einer gewissen Regelhaftigkeit (Norm) in der Auftrittshäufigkeit, Auftrittswahrscheinlichkeit und in der durchschnittlichen Ergebniserwartung beziehungsweise im zu kalkulierenden Nutzen von strategisch-taktischen Entscheidungen.

Strategisch-taktische Regeln sind rationale (vernünftige) Handlungsempfehlungen und basieren auf verallgemeinerten Erfahrungen bzw. mathematisch- statistischen Auswertungen von Wettkämpfen erfolgreicher Sportler oder Mannschaften. Sie charakterisieren in ihrer allgemeinsten Form den Sinn der Wettkämpfe der einzelnen Disziplinen und Sportarten und sind Grundlage der Ausbildung. Wer strategisch-taktische Regeln nicht beachtet, geht ein höheres Risiko ein. Wettkampfanalysen im Fechten haben z. B. ergeben, daß die Handlungseffektivität von Gegenangriffen im Mittel dann am besten ist, wenn sie mit Verteidigungshandlungen im Verhältnis von 1 : 4 eingesetzt werden. Die strategisch-taktische Regel lautet danach: Der Überraschungseffekt und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit für Gegenangriffe im Fechten ist dann am größten, wenn sie zu Paraden oder Meidhandlungen im Verhältnis von 1 : 4 angewendet werden. Wer diese Regel verletzt, geht das höhere Risiko ein, daß der Gegner den beabsichtigten Gegenangriff antizipiert und abwehrt. [2]

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