Rivalität

Antriebswirksames und leistungsstimulierendes Erleben und Gestalten von Wettbewerbssituationen zwischen konkurrierenden Personen oder Gruppen.

Durch Rivalität werden die Rivalen vor allem dadurch motiviert, durch Sieg, Gewinn oder Erfolg die Leistungshierarchie aus der Sicht des Besseren zu festigen und aus dem Blickwinkel des bisher Schlechteren zu verändern. Rivalität. kann sich auch im Behaupten bzw. im Erweitern des Sozialprestiges und Autoritätsstreben manifestieren. Im Sport lebt die Rivalität von dem Bestreben, in den festgelegten Leistungskriterien des Trainingsprozesses besser als andere Mitglieder der Trainingsgruppe zu sein. Im Wettkampf beruht die Rivalität auf einem klassischen Verteilungskonflikt, weil es nur einen Sieger und Besiegte geben kann, womit erheblicher materieller und ideeller Gewinn oder Verlust verbunden sein kann. Rivalität bewirkt oftmals spontane Motivationseffekte von enormer Triebkraft, sie ist durch eine entsprechende Führung der Sportler im Training zu fördern, und sie wird durch verschiedene Wettkampfsituationen und ihre Atmosphärefaktoren zusätzlich aktiviert. Gesunde Rivalität ist eine individuelle und mannschaftliehe Wettbewerbsgestaltung im Rahmen moralrelevanter und regelkonformer Denk- und Verhaltensweisen. Rivalität wird unsportlich, wenn sie mit Haß, Rachegefühlen und Vergeltungsabsichten durchsetzt ist. Rivalität kann durch langjährige Traditionslinien oder bestimmte Gegnerpaarungen ( z. B. Ortsderby) zusätzliche Impulse erhalten. Interpersonelle Rivalität in Trainingsgruppen und Mannschaften ist ein Hauptgrund für alle gruppendynamischen Prozesse und Ergebnisse. [44]

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