Rollhockey

Um 1910 von England nach Deutschland übernommenes Sportspiel auf Rollschuhen, bei dem zwei Mannschaften versuchen, den Ball mit einem Schläger in das gegnerische Tor zu spielen.

Eine Mannschaft besteht aus 8 Spielern ( 1 Torwart, 1 Verteidiger, 1 Verbinder, 2 Stürmer); die Spielfläche ist 20 x 40 m groß (meist Beton oder Terazzo, in Sporthallen auch Holz) und von einer 20 cm hohen Bande umgeben. Der Hockeyschläger (90 – 115 cm lang, 500 g schwer) ist auf einer Seite flach. Die Tore sind 1,25 x 0,91 m groß; der mit schwarzem Hartgummi bezogene Korkball wiegt 155 g und hat einen Umfang von 23 cm. Die effektive Spielzeit beträgt 2 x 25 min (Männer), 2 x 20 min (Jugend), 2 x 15 min (Schüler). Alle Spieler sind an empfindlichen Stellen gepolstert; der Torhüter trägt Beinschienen. Der Ball darf im Gegensatz zum Hokkey mit beiden Seiten des Schlägers gespielt werden. Rempeln, Beinstellen, Behindern des Gegners und Stoßen des Balles mit dem Fuß sind untersagt. Eine Abseitsstellung gibt es nicht. Regelverstöße werden mit indirektem oder direktem Freischlag, in groben Fällen mit Strafschlag (Penalty) bestraft. Weiterhin gibt es Zeitstrafen von zwei und fünf Minuten. Die Taktik wird im wesentlichen durch das Dreiecksystem (die zwei Stürmer und der Verbinder bilden in der gegnerischen Spielfeldhälfte ein Dreieck) und das Vierecksystem (alle vier Feldspieler greifen an) gekennzeichnet. Stärkste Rollhockeyländer sind Portugal, Spanien, Italien, Deutschland, Großbritannien. [12]

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