Schema

Interne Repräsentation für eine Klasse von Bewegungshandlungen, die eine Reihe von Regeln über das Verhältnis der Informationsquellen zueinander unterhält; zentraler Begriff der Schematheorie (SCHMIDT, 1975).

Die Schematheorie erschließt Zugänge zur Erklärung bestimmter Teilprozesse der Bewegungskoordination. Dabei wird von der Existenz zweier zusätzlicher Gedächtnisinstanzen, dem Recall-(Wiedergabe-) und dem Recognition-(Wiedererkennungs-) Schema ausgegangen. Recall-Schemata beinhalten die Regeln, nach denen die Programmparameter allgemeiner, für gleichartige Bewegungen gültiger Impuls-Timing-Programme auf die situationsabhängig anzustrebenden Ergebnisse einzustellen sind. Diese Regeln bilden sich im Ergebnis der wiederholten Ausführung gleichartiger Bewegungen. Sie konstituieren sich aus den unter bestimmten Bedingungen erzielten Ergebnissen und den zuzuordnenden Programmparametern (Bewegungsprogramm/Abb.). Recall-Schemata ermöglichen die situationsadäquate Programmierung von Bewegungen. Die Recognition-Schemata beinhalten Abbilder der infolge der Programmierung erwarteten Empfindungen. Mit ihrer Hilfe sind Soll-Ist-Vergleiche und anpassende Korrekturen während der Bewegungsausführung möglich.

Die Schematheorie gilt als theoretische Begründung besonders für das motorische Variationslernen bzw. für das Technik-Variations-Training (ROTH, 1990) und stützt damit auch das Prinzip der Bewegungsvariation. [19; 66]

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