Sprint

1. Allgemein: Komplexe lokomotorische Schnelligkeitsleistung mit maximaler Intensität.

Ursprünglich im engeren Sinne auf den leichtathletischen Kurzstreckenlauf und den Bahnradsprint bezogen, umfasst der Begriff die Reaktionsschnelligkeit, die Beschleunigungsfähigkeit, die lokomotorische Schnelligkeit und die Schnelligkeitsausdauer. Im Lauf werden die kurzen (Strecken bis 200 m) und die langen Sprints (Strecken bis 400 m) unterschieden. Im allgemeinen Sprachgebrauch, besonders in der Sportberichterstattung, wird der Begriff Sprint in Verbindung mit deutlich sichtbaren Intensitätssteigerungen (z. B. Zwischen- und Endspurt) häufig auch auf andere Sportarten übertragen (z. B. Sportspiele, Schwimmen, leichtathletischer Mittel- und Langstreckenlauf, Straßenradsport). In dieser weiten Fassung geht er z. T. über die Schnelligkeitsfähigkeiten hinaus und berührt auch andere konditionelle Fähigkeiten.

2. Radsport: Bahndisziplin, bei der in mehreren Rennen (Läufen) über 800-1000 m unter zwei oder drei Fahrern der Beste ermittelt wird, der dann die nächste Runde erreicht.

Die Läufe werden in Turnierform ausgetragen (Achtel-, Viertel-, Halbfinale, Finale), die ausgeschiedenen Fahrer können sich über Hoffnungsläufe für die nächste Runde qualifizieren. Sieger ist, wer in jedem Lauf bis zum Finale (Endlauf) als erster die Startziellinie (Mal) überfährt. Vor Beginn der eigentlichen Rennen wird ein Zeitfahren über 200 m mit fliegendem Start absolviert, nach dessen Ergebnis die Fahrer für die einzelnen Läufe eingeteilt werden. Sprintrennen werden besonders durch technisch-taktische Verhaltensweisen der Sportler bestimmt. Erlaubt sind Stehversuche und alle Fahrverhalten, die den Gegner nicht behindern. [17;20]

Malfahren

Fliegerrennen

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