Tätigkeitsziel

Gedanklich vorweggenommene, aktivitätsbestimmende, auf einen Tätigkeitsbereich bezogene Resultate des bewußten Handeins (z.B. Trainingsleistung, die eine bestimmte Wettkampfleistung erwarten läßt).
Die individuelle Hierarchie von T. innerhalb eines sowie zwischen mehreren  Tätigkeitsbereichen hat große Bedeutung für die Entwicklung der Persönlichkeit,  insbesondere hinsichtlich der Prioritäten in der Lebensgestaltung und der speziellen Ausprägung von Handlungsmotiven (Motivation,  Motiv). T. ergeben sich einerseits aus hierarchisch geordneten Handlungszielen, andererseits lassen sich diese wiederum aus übergeordneten Zielen ableiten und begründen. Die Auswahl eines T. bzw. die Entscheidung dafür setzt Einsicht in innere und äußere Leistungsbedingungen und deren Zusammenwirken sowie in individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und objektive Entwicklungsgesetzmäßigkeiten (z.B. notwendiger Trainingsumfang für eine bestimmte Leistung) voraus. Nur reale Ziele sowie die Überzeugung, sie bei entsprechender Anstrengung erreichen zu können und mit Einsatz realisieren zu wollen, bewirken eine hohe Leistungsmotivation. Perspektivisch ausgerichtete T. sind in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen (Kunst, Wissenschaft, Sport) ein wesentliches Merkmal von Hochbegabungen und treten bereits im frühen Jugendalter auf. Im Sport unterscheidet man kurz-, mittelund langfristige T., die dann am stärksten leistungsmotivierend wirken, wenn sie gut aufeinander abgestimmt sind. Die Realisierungsgewißheit und -sicherheit
einer solchen Zielhierarchie hängt im Sport sehr wesentlich vom trainingsmethodischen Konzept bzw. Trainingsaufbau des Trainers bzw. Sportlehrers ab. [40]

Ziel

Tätigkeit

Zielbildung

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