Test sportmotorischer

Art des Tests, bei der Aussagen zu sportmotorischen Leistungsvoraussetzungen auf der Grundlage von Bewegungshandlungen getroffen werden.
Durch das Lösen sportmotorischer Bewegungsaufgaben (Testübungen) unter standardisierten Bedingungen werden charakteristische Ergebnisparameter erfaßt, die als Indikatoren motorischer Fähigkeiten (konditionelle oder koordinative) bzw. der Rentabilität und Stabilität sporttechnischer Fertigkeiten dienen, und deren kurzzeitig ermitteltes Resultat die Einordnung des jeweiligen Probanden in eine Gruppe vergleichbarer Personen ermöglicht.
Je nach der Testkonstruktion werden folgende T. unterschieden:
– T. zur Ermittlung des Momentanzustandes der allgemeinen motorischen  Leistungsfahigkeit oder spezieller (sportartspezifischer) Fähigkeiten und Fertigkeiten
– T. zur Eignungsdiagnostik (prognostische Aussagen)
– T., die über die sportmotorische Lernfähigkeit Auskunft geben (Lerntests).
Unter Zugrundelegung von Kriterien haben verschiedene Autoren eine Klassifizierung der T. vorgenommen, die zu einem beachtlichen Umfang auf LIENERT zurückgeführt werden können. Wesentliche Klassifikationskriterien sind 
– nach dem Anwendungsbereich der Tests: z.B. im Leistungssport, im Sportunterricht
usw.
– nach der Dominanz der Aussage: Tests zur Ermittlung des Niveaus motorischer Fähigkeiten oder von Fertigkeiten
– nach der Anzahl der zu erfassenden Merkmale: Einzeltests elementarer und komplexer Art
– nach der Art der Aufgabenlösung: Leistungstests, Zeittests usw.
– nach der formalen Struktur der Tests: Mehrfachauswertungstests, Testsysteme (Testprofil, Testbatterie) u.a. [68]

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