Trainingshilfsgerät

Gerät oder Gerätesystem, das geeignet ist, die athletische, technische oder taktische Ausbildung zu unterstützen und verbessern zu helfen.
Trainingshilfsgeräte werden vor allem benutzt, um das Erlernen und Vervollkommnen der Technik zu unterstützen, um fehlerhafte Ausführungen zu korrigieren, Belastungen zu  steigern und die Leistungen zu objektivieren. Sie sind sowohl Trainingsmittel als auch Kontrollgeräte. Sie dienen der individuellen Weiterentwicklung der Sportler, intensivieren das Training und gestalten es abwechslungsreich. Trainingshilfsgeräte schaffen einerseits gleichbleibende und damit erleichternde Bedingungen, können andererseits aber auch erschwerend wirken. Trainingshilfsgeräte finden im Einzel- und Mannschaftstraining Verwendung und bilden auch Ersatz für den fehlenden Partner. Sowohl bei ihrer Herstellung als auch ihrer Verwendung im Training sollte man stets darauf bedacht sein, dem Prinzip der Wettkampfnähe im weitesten Sinne Rechnung zu tragen.
Als Trainingshilfsgeräte für die technisch-taktische Schulung dienen: Schußwand, Ballpendel (Fußball), Tenniswand, Reflektionswand (Volleyball), Zielkörbe und -ringe, Metallrahmen, Stangen für Slalomlauf (Dribbling), Zuspielgeräte (Ballkanonen) verschiedener Art u.a.m.
Für das Gerätturnen können angeführt werden: Handstandbarren und Handstandklötzchen zum variablen Erlernen des Handstands; Pferd ohne Pauschen, Pauschenbock und Pilz zum Erlernen der Kreisschwünge; Stufenreck mit nur einem Holm zum Erlernen von Riesenumschwüngen, Flugelementen und Abgängen.
Hilfsgeräte zum Erlernen von Kraftelementen:
Nach den Prinzipien der Entlastung des Sportlers durch die Verwendung von Gegengewichten werden beim Erlernen von Kraftelementen im Gerätturnen unterschiedliche Hilfsgeräte verwendet. Bewährt hat sich die sogenannte Kreuzhangwaage.
Absprunghilfen: Federbretter unterschiedlichster Konstruktion dienen dazu, an den Sprunggeräten, im Bodenturnen und bei Schauvorführungen den Absprung zu  unterstützen und die Flughöhen zu steigern. Besondere Bedeutung für die Entwicklung der akrobatischen Bodensprünge erlangte die Akrobatikbahn.
Landeerleichterungen: Weichmatten und Schaumstoffgruben sind Hilfsmittel zur Verbesserung der Dämpfung bei Niedersprüngen und zur Sicherung bei Stürzen. Der Einbau der Schaumstoffgruben in die Trainingshallen war die Voraussetzung für die schnelle Verbreitung der Flugelemente an Reck, Stufenbarren, Barren sowie schwierigster Abgänge und Sprünge.
Ausführungshilfen: Mit Longen und Longensystemen,  Saltodrehgeräten und Trainagern wird der Sportler bei der Bewegungsausführung gesichert und geführt. [13; 61]

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