Vorbild

Konkrete Person( en) des öffentlichen ( gesellschaftlichen) und sozialen Zusammenlebens, die in ihrem Denken und Fühlen, Handeln und Verhalten gesellschaftlich und persönlich bedeutsame Normen und Werte verkörpert (verkörpern), an der (denen) sich vor allem Heranwachsende in ihrem Verhalten orientieren bzw. angeregt werden, eigene Wertmaßstäbe zu finden, an denen sie ihr Denken und Fühlen, Handeln und Verhalten ausrichten.

Vorbilder sind Orientierungshilfen für das Handeln und Verhalten besonders heranwachsender Menschen und stehen in direktem Zusammenhang mit der Herausbildung eigener wertorientierungen, Denk- und Verhaltensmuster (in Form von Einstellungen und Idealen, Überzeugungen und sittlich-moralischen Anschauungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten). Bereits von frühester Kindheit an orientiert sich der Mensch an bestimmten Bezugspersonen und bildet an ihrem Beispiel Vorbild eigenes Denken, Fühlen und Handeln aus. Insbesondere in der Reifungszeit (Pubeszenz, Adoleszenz) sucht er nach Geborgenheit bei von ihm besonders anerkannten Erwachsenen und will am konkreten Beispiel erleben, nachahmen können. Er sucht ein Vorbild., das Normen und Werte im Handeln und Verhalten vorlebt. Zum Vorbild werden Personen, deren konkreter Lebensvollzug so überzeugt, daß vor allem Heranwachsende ihr eigenes Handeln und Leben daran orientieren und ihnen nachzufolgen streben; im Sport sind es Personen mit außergewöhnlichen Leistungen, Eigenschaften und Verhaltensweisen. Vorbilder wirken in Abhängigkeit von ihrem Alter sowohl in Ausschnitten der Persönlichkeit (z.B. sportliche Resultate, brillante sportliche Techniken oder faires Verhalten u.a.) als auch in der Gesamtheit ihres Verhaltens anregend auf die Entwicklung von eigenen Idealen, Einstellungen, Überzeugungen, Motiven, Denk- und Verhaltensweisen. Als Vorbild werden Personen entweder aus dem engeren oder weiteren Erfahrungsraum gewählt. Sie können direkt oder indirekt motivieren, wenn Heranwachsende durch sie in ihrem Verhalten Verstärkung erfahren. Für die Wahl des Vorbildes ist meist die Übereinstimmung von Interessen, Bedürfnissen, Denk- und Verhaltensweisen des Nacheifernden mit denen des Vorbildes von ausschlaggebender Bedeutung. Vorbilder können und dürfen darum in der Erziehung, wenn sie orientierend und motivierend sein sollen, nicht aufgezwungen werden. Bei der Förderung und Entwicklung von Idealen, Einstellungen, Interessen, Motiven, Denk- und Verhaltensweisen haben Vorbilder für den Sportpädagogen eine wichtige Bedeutung. [65]

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