Wachstum

Quantitative Vergrößerung von Dingen, Prozessen und Erscheinungen in Natur und Gesellschaft.

Wachstum als quantitative Vergrößerung reicht von der unbelebten Materie (z.B. Massezunahme von anorganischen Stoffen) über alle Formen der belebten Natur (Wachstum von Pflanze, Tier, Mensch) bis zu gesellschaftlichen Prozessen (z.B. Vergrößerung der Erdbevölkerung, ökonomisches Wachstum u.a.). Somit ist Wachstum streng genommen von der Entwicklung als wesentliche qualitative Veränderung zu unterscheiden.

Dementsprechend ist Wachstum in der Ontogenese des Menschen als jener Aspekt seiner Entwicklung zu verstehen, der sich vor allem als Längenwachstum, Massenvermehrung (Gewichtszunahme) des Körpers sowie der Größenveränderungen seiner Zellen und Organe hauptsächlich vom Moment der Befruchtung bis zum biotisch vollreifen Zustand (Maturität) vollzieht. Da dieser Prozeß unvermeidbar gleichzeitig mit qualitativen Veränderungen (morphologischen, physiologischen und biochemischen Differenzierungen bzw. Umstellungen) verbunden ist, sind quantitatives Wachstum und qualitative Veränderungen als zwei Seiten der menschlichen (biotischen) Entwicklung zwar unterscheidbar, zugleich jedoch nur als ein einheitlicher und in dialektischer Wechselwirkung stehender Veränderungsvorgang menschlicher Entwicklung zu begreifen.

Biologisches Wachstum ist ein anaboler Prozeß, der auf das Kindes- und Jugendalter begrenzt ist und hormonell gesteuert wird. Es ist genetisch vorgegeben und wird durch Umwelteinflüsse begrenzt oder vorübergehend beeinflußt. Im Sport kann hohe Trainingsbelastung im Kindesalter das Wachstum vorübergehend bremsen. [8; 74]

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