Wahrscheinlichkeitsverhalten

Besondere Form des strategisch-taktischen Handelns und Verhaltens von Sportlern auf der Grundlage eigener intuitivstatistischer Assoziationserfahrungen und der subjektiven Schätzung der objektiven Wahrscheinlichkeitsstruktur im Wettkampfverhalten des Gegners.

In den Spiel- und Kampfsportarten zeigen Sportler eine individuell charakteristische Häufigkeitsverteilung für die verschiedenen Handlungsvarianten.

Die bewußte oder unbewußte Nutzung der gegnerischen Auftrittswahrscheinlichkeit ermöglicht es dem Sportler, die höchstwahrscheinlich eintretende Aktion des Gegners zu erwarten und dadurch schneller und sicherer handeln zu können.

Das Wahrscheinlichkeitsverhalten, auch als „statistische Assoziationsbildung“ (KOLLER), „Wahrscheinlichkeitsprognostik“ (MOVSOVIC) oder „intuitive Statistik“ (RODIONOV) bezeichnet, vereinfacht die Entscheidungsprozesse, birgt aber auch das Risiko falscher Alternativen besonders dann, wenn der Gegner diese Assoziationsbildung durch eine Finte oder eine Scheinhandlung taktisch bewußt ausnutzt. [2]

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