Wettkampfverhalten

Gesamtheit der wettkampfbezogenen Aktionen und Reaktionen von Sportlern oder Mannschaften im Wettkampf.

Im Wettkampfverhalten drückt sich aus, wie Sportler ihre Beziehungen zur Situation erleben, bewerten und gestalten. Die konkreten Anforderungen einzelner Sportartengruppen und Sportarten erfordern spezifische Ausprägungen des Wettkampfverhaltens, so die Kampfsportarten das spezifische Zweikampfverhalten.

Aufgrund eines einseitig ausgebildeten Verhaltensrepertoires bzw. auffälliger Regelmäßigkeit oder Dominanz im Wettkampfverhalten werden einzelne Sportler oder Mannschaften nach verschiedenen Beschreibungsdimensionen klassifiziert. So läßt sich das Wettkampfverhalten in Leistungsdimensionen nach dem Grad der Bewußtheit (impulsiv bis objektiviert), der Zielqualität (aktiv bis reaktiv), der Aktivitätsvalenz (die Auseinandersetzung suchend bis meidend), der Kreativität (herkömmlich bis original) und in Integrationsdimensionen nach dem Realisierungsmodus (kooperativ bis kompetativ), dem Aktivitätsmodus (dominant bis unterordnend), dem Sozialbezug (individuumzentriert bis sozialzentriert) und der individuellen Betroffenheit (labil bis stabil) beschreiben. Die Dimensionen sind für die einzelnen Sportarten unterschiedlich bedeutsam (Taktik).

Die Ausprägungsgrade sind nicht gleichbedeutend mit gut oder nicht gut. In einer Fußballmannschaft sind sozialzentrierte und sich unterordnende Mitspieler genauso wichtig wie ein original denkender, dominanter Mannschaftskapitän. [2]

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