Wiederholungsmaximum

Dosierungsmerkmal im Krafttraining, bei dem die Anzahl der maximal möglichen Wiederholungen einer ~Kraftübung in einer Serie als Belastungskriterium gilt.

Die Zahl möglicher Bewegungswiederholungen einer Krafttrainingsübung wird durch Ermüdung begrenzt. Je größer der Widerstand, desto geringer ist das mögliche Wiederholungsmaximum; es kann daher auch zur Bestimmung einer bestimmten Widerstandsgröße im Krafttraining dienen. 1 Wiederholungsmaximum entspricht einer Widerstandsgröße von 100% und 10 Wiederholungsmaxima einer solchen von etwa 80% der Maximalkraftleistung (MK). Mit der Angabe des Wiederholungsmaximums kann die im Training von Kraftübungen anzuwendende Widerstandsgröße in Bezug zur individuellen Kraftausdauerleistung in einzelnen Widerstandsbereichen festgelegt werden. Außerdem ist es möglich, differenzierte Widerstandsgrößen für solche Übungen vorzugeben, die für eine unmittelbare Dosierung des Widerstandes in Prozent zur Maximalkraftleistung nicht zugänglich sind (wie das z.B. bei Übungen an Krafttrainingsgeräten mit dosierbaren Widerständen und bei Scheibenhantelübungen möglich ist). Bei solchen Übungen (z.B. Liegestütz oder Aufrichten aus der Rükkenlage) ergeben sich aus der Dosierung nach dem Wiederholungsmaximum Hinweise für das Erschweren oder Erleichtern der Ausführungsbedingungen der jeweiligen Übung. Kann ein Liegestütz maximal 20mal ausgeführt werden (der Widerstand beträgt etwa 65% MK) und wird die Intensität mit 10 W. (entspricht etwa 80% MK) festgelegt, so sind die Ausführungsbedingungen so zu erschweren, dass maximal nur 10 Wiederholungen möglich sind und damit die festgelegte Intensität eingehalten werden kann. Als Richtwerte für die Beziehungen zwischen dem Wiederholungsmaximum und der Widerstandsgröße können angesehen werden: 

 Wiederholungsmaximum

Das individuelle Wiederholungsmaximum für die einzelnen Intensitätsbereiche wird durch den Ausprägungsgrad der Kraftausdauer beeinflusst und kann durch Training erhöht werden. Die Richtwerte sind daher individuell um so variabler, je weiter das Wiederholungsmaximum von der individuellen Maximalkraft entfernt ist. Einfluss haben auch die Höhe der Bewegungsfrequenz und die Art der Kraftübung. [15]

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