Zweikampfsportart

Sportart bzw. -disziplin, bei der zwei Sportler(innen) in direkter sportlicher Auseinandersetzung nach entsprechender Vorbereitung und unter Einhaltung  spezifischer Regeln um den Sieg kämpfen.
Die attraktiven und medienwirksamen Zweikampfsportarten haben eine lange historische Tradition. Sie sind auf das engste mit der Lebensweise der Menschen ihrer Ursprungsländer verbunden und waren hauptsächlich als Vorbereitung oder auch als Mittel für kriegerische Auseinandersetzungen gedacht. Durch historische Entwicklungen bedingt und gefördert, entwickelten sich aus den „Kampfübungen“ bzw. „Kampfkünsten“ durch bestimmte Vereinbarungen und feste Regeln unterschiedliche Sportarten. Bereits bei den Olympischen Spielen der Antike werden Wettkämpfe in Z. ausgetragen, und sie gehören zum olympischen Programm der Neuzeit (Fechten und Ringen ununterbrochen seit Athen 1896). Olympische Sportarten bzw. -disziplinen sind z.Z. Boxen, Fechten (Degen-, Säbel- und Florettfechten), Judo und Ringen (Klassischer und Freier Ringkampf). Eine Erweiterung der olympischen Zweikampfsportarten durch Karate und Taekwondo ab 1994 ist sanktioniert.
Die Wettkampfabsicht der beiden konträr handelnden Sportler ist zu versuchen, den jeweiligen sportlichen Gegner während der vorgeschriebenen Kampfzeit durch das Anwenden von Kampfhandlungen entscheidend zu besiegen (z.B. Schultersieg im Ringen, der K.o. im -Boxen) bzw. den Sieg durch Wertungen der Kampfrichter (Punkt- oder Treffervorteil) zu erzielen. Durch Regeln oder Konventionen sind die erlaubten Handlungen, das Verhalten im Wettkampf, die Sportgeräte und Wettkampfstätten sowie die Voraussetzungen für eine Wettkampfteilnahme exakt festgelegt.
Durch Veränderung der Wettkampfbestimmungen ist es gelungen (zumindest im Amateurbereich), die Gesundheit der Sportler umfassend zu schützen, gefährliche Handlungen mehr und mehr auszuschließen und die Zweikampfsportarten hochgradig zuschauerwirksam zu gestalten. Leider haben sich- nicht zuletzt unter letztgenanntem
Aspekt – Entwicklungen im Berufssport der Zweikampfsportarten vollzogen, die die Gesundheit der Sportler gefährden bzw. die in zirkusähnlichen Darstellungen münden. Positiv dagegen ist die Entwicklung hinsichtlich der Vielfalt in den Zweikampfsportarten  zu bewerten, die insbesondere in den 50er Jahren in Europa einsetzte. Dabei dominieren eindeutig die asiatischen Kampfsportarten (Budo) wie Ju-Jutsu, Karate, Kendo.
Fast nicht zu übersehen ist die Anzahl der national bzw. regional betriebenen Zweikampfsportarten .Hauptgründe dafür sind zweifellos, daß Kampfsport von frühester Kindheit bis ins hohe Alter betrieben werden kann und von überaus hohem  persönlichkeitsbildendem Wert ist. Voraussetzungen dafür sind, daß für Kinder und Ältere besondere Schutzbestimmungen in den unterschiedlichen Sportarten bestehen und die Ausbildung auf hohem pädagogisch-methodischem Niveau vollzogen wird. Die erfolgreiche Wettkampftätigkeit eines Kampfsportlers basiert auf dem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren (Leistungsstruktur). Entscheidend für eine erfolgreiche Bewältigung zweikampfsportspezifischer Anforderung ist das Zweikampfverhalten. Es charakterisiert die spezifische Art und Weise des Handeins in der unmittelbaren sportlichen Auseinandersetzung zweier Sportler. Grundlage eines „situationsangemessenen“ Zweikampfverhaltens sind variabel und verfügbar ausgebildete Kampfhandlungen. National und international beachtenswerte  Wettkampfleistungen in den Zweikampfsportarten können nur nach mehrjährigem, intensivem Training erreicht werden. [21]
= Kampfsportart

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