Antizipation

Auf Erfahrung und aktuelle Wahrnehmung gegründete gedankliche bzw. vorstellungsmäßige Vorwegnahme zukünftigen Geschehens.

Als vorlaufende ideelle Widerspiegelung von Handlungsziel und -verlauf ist Antizipation ein Wesensmerkmal menschlichen Handelns. In der sportlichen Tätigkeit werden sportmotorische Handlungen insgesamt besonders wichtige Operationen, die Abstimmung von Teilhandlungen aufeinander und die angestrebten Ergebnisse antizipiert. Darin eingeschlossen ist die Antizipation der Veränderung der Umgebungsbedingungen. Dazu ist es u. a. notwendig, die Handlungsabsichten und -verläufe anderer Sportler (Gegner oder Partner) oder die Bewegung von Sportgeräten (Ball) vorauszusehen. Durch Antizipation  ist es möglich, Bewegungen künftigen Bedingungen entsprechend zu programmieren, sie vorausdenkend anzupassen und sie bereits vor dem Auftreten von Störungen zu korrigieren. Antizipation ist im Bewegungsverhalten beobachtbar. In den Zweikampf- und Spielsportarten ist die Antizipation besonders bedeutsam. Die richtige und schnelle Vorausnahme gegnerischen Verhaltens bringt hier den für die Verwirklichung eigener Absichten notwendigen Zeitvorsprung. Mit Täuschungshandlungen sollen sportliche Gegner zu fehlerhaften Antizipationen veranlasst werden. [19; 62; 66]

 

 

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