Abbild internes

Subjektive Widerspiegelung von Gegenständen, Erscheinungen und Beziehungen der objektiven Realität, von Zustandsbesonderheiten des eigenen Organismus sowie von Beziehungen des Menschen zu den vorhandenen gesellschaftlichen Anforderungen.

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Abbildsystem operatives

Relativ best√§ndiges, t√§tigkeitsbegleitendes inneres Modell (Ged√§chtnisrepr√§sentation), das inhaltlich und strukturell aufgabenbezogen determiniert ist und alle Abbilder √ľber den T√§tigkeitsprozess, seine Bedingungen und Auswirkungen umfasst.

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Abbruch

Vorzeitige Beendigung eines Wettkampfes; ausgesprochen durch das Kampfgericht (Kampfrichter usw.).

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Abbruchsieg

Sieg, der einer Mannschaft oder einem einzelnen Wettk√§mpfer bei undiszipliniertem Verhalten des Gegners oder bei erdr√ľckender technischer √úberlegenheit unter Abbruch des Wettkampfes zugesprochen wird.

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Abdruck

Vortriebwirksames technisches Element der Bewegungsausf√ľhrung in den leichtathletischen Lauf- und Gehdisziplinen, im Eisschnellauf, im Skilanglauf und im Sportschwimmen.

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Abenteuersport

Inhaltliche Richtung im Freizeit- und Breitensport, deren Ziel es ist, den Erlebniswert sportlicher Aktivitäten durch spezielle äußere Bedingungen und Anforderungen, u. a. an die Sinneswahrnehmung, besonders zu betonen.

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Abfahrt

Bezeichnung f√ľr die Bergabfahrt im Stra√üenradsport, im Skilanglauf und im alpinen Skilauf.

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Abfallen

Kursänderung im Segeln nach Lee, d. h. in Mit- Wind-Richtung.

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Abfluggeschwindigkeit

Geschwindigkeit im Augenblick des Wechselns des Sportlers oder Sportger√§tes von der St√ľtzphase in die st√ľtzlose Phase (Flugphase).

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Abflughöhe

Vertikale Koordinate eines K√∂rpers (K√∂rperschwerpunkt) zum Zeitpunkt seines Wechselns von der St√ľtzphase in die st√ľtzlose Phase ( Flugphase ).

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Abflugwinkel

Ebener Winkel ŌÜ zwischen der Richtung der Abfluggeschwindigkeit v0 und der
Horizontalen in dieser Bewegungsebene.

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Abgang

Ger√§tturnen: Letztes, m√∂glichst effektvoll ausgef√ľhrtes Element einer K√ľr- oder Pflicht√ľbung in den Stand neben (vor/hinter) dem Ger√§t.

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Abhängigkeitsmaß

Statistische Ma√üzahl zur Beschreibung der Art und St√§rke der gegenseitigen Verkn√ľpfung von zwei oder mehreren Variablen (Eigenschaften, Zust√§nde u. a.), die durch Messreihen aus Stichproben vorgegeben sind (Ma√üzahl statistische).

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Abkommen

Im Schießsport der momentane Punkt, auf den die Visierlinie beim Brechen des Schusses tatsächlich gerichtet ist.

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Abreißer

Grifftechnik im Ringen; auch Untergruppe von Grifftechniken in der Griffgruppe Runterrei√üer, durch die der Angreifer seinen Gegner nach hinten oder seitw√§rts in die Br√ľcken- oder R√ľckenlage √ľberf√ľhrt, ohne ihn dabei von der Ringermatte abzuheben.

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Abschlusshandlung

Spielsportarten: In den Tor-, Mal- und Korbspielen, im Volleyball und im Faustball Handlung, die mittels einer situationsangepassten Torwurf-, Korbwurf bzw. Torschuss- oder Schlagtechnik (sinngemäß auch das Touchdown im Rugby und Football) einen Angriff nach vorangegangener Angriffsvorbereitung mit dem Ziel eines Tor-( Korb- ) Erfolges bzw. Punktgewinns abschließt.

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Absetzen

1. Moment des Abspringens aus einem Flugzeug im Fallschirmsport.
2. Im Wasserfahrsport Wegr√ľcken des Bootes mit der Hand, einer Stange oder
einem Riemen beim Ablegemanöver.

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Absolutkraft

Höchste Kraft, die ein Muskel oder eine Muskelgruppe bei einer vom Willen weitestgehend unabhängigen Stimulation (z. B. Elektromyostimulation) aufbringen kann.

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Absprung

Bewegungsphase, in der der Kraftstoß zum Erreichen der Absprunggeschwindigkeit sowie des Drehimpulses erzeugt wird.

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Absprungphase

Bewegungsphase des Absprungs eines jeden Sprungs bzw. Bestandteil eines Elements im Gerätturnen.

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Absprungvorbereitung

Einnehmen der f√ľr einen effektiven Absprung zweckm√§√üigen K√∂rperpositionen sowie bei Abspr√ľngen aus dem Anlauf die daf√ľr notwendige rhythmische Anlaufgestaltung.

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Abstoß

Bewegungsphase, in der der Kraftstoß zum Erreichen der Abstoßgeschwindigkeit eines Sportgerätes bzw. des eigenen Körpers durch Einsatz der Streckmuskulatur erzeugt wird.

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Abstoßgeschwindigkeit

Geschwindigkeit eines Sportlers bzw. Sportger√§ts, die als alleiniges Ergebnis der Absto√übewegung des Sportlers durch einen Kraftsto√ü ohne Ber√ľcksichtigung bereits vorhandener Geschwindigkeiten (Anlaufen, Anfahren u. a.) erzielt wird.

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Abstoßwinkel

Ebener Winkel zwischen der Richtung der Abstoßgeschwindigkeit und der Horizontalen am Ende des Abstoßens.

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Abtrainieren

Verminderung der Trainingsbelastung nach Beendigung des Leistungstrainings

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Abwärtsschlag

Sportschwimmen: Unabh√§ngig von der Lage des K√∂rpers im Wasser (K√∂rperlage) nach unten gerichtete Vertikalbewegung der Beine beim R√ľcken-(Sohlenschlag), Kraul- (Ristschlag) und mit Einschr√§nkung (Rumpfeinsatz bei der Delphinbewegung) beim Delphinschwimmen (Ristschlag)

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Abwehr

Individuelle oder kollektive Handlung bzw. Handlungsfolge mit defensivem, verteidigendem Charakter, die darauf abzielt, Angriffshandlungen des Gegners abzuwehren.

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Abwehrhandlung

Taktische Haupthandlung in den Spielsport- und Zweikampfsportarten, die auf die Erringung eines Situationsvorteils oder auf die Abwehr einer gegnerischen Angriffshandlung gerichtet ist

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Abwehrspieler

Spieler, der durch individuelle Handlungen und im Rahmen von Gruppenhandlungen vorrangig gegnerische Angriffe abwehren und nach Ballbesitz eigene Angriffe einleiten soll.

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Abwehrsystem

Als Teil des Spielsystems √ľbergeordnetes Regulativ f√ľr das zielgerichtete und zweckm√§√üige Zusammenwirken einer Mannschaft in der Abwehr.

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Abwehrtaktik

Spielsportarten: Gesamtheit aller Maßnahmen, die eine Mannschaft oder ein einzelner Spieler ergreift, wenn der Gegner im Ballbesitz ist, ganz gleich an welchem Ort des Spielfeldes.

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Abwehrverhalten

Spielsportarten: Taktische Verhaltensweisen der Mannschaft, der Positionsgruppe und des Einzelspielers bei Ballbesitz und Angriffsinitiative des Gegners.

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Abwurf

1. Bewegungsphase, in der der Kraftstoß zum Erreichen der Abwurfgeschwindigkeit sowie von Drehimpulsen eines Sportgerätes, in Sonderfällen auch Gegners oder Partners, erzeugt wird.
2. Im Handball: Abspiel des Balles durch den Torwart, wenn er zuvor im Toraus war.
3. Springreiten: Reißen eines Hindernisses durch das Pferd.

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Abzug

1. Schie√üsport: Teil des Abzugssystems der Waffe, dessen Bet√§tigung zur Schu√üausl√∂sung f√ľhrt.
2. Rennrodelsport: Hauptphase des Startvorganges, in der sich der Sportler mittels Armeinsatzes von den Startb√ľgeln abst√∂√üt.

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Achillodynie

Fehlbelastungsfolge im Gleitlager oder in der Ansatzstelle der Sehne des dreiköpfigen Wadenmuskels (M.triceps surae), d. h. der Achillessehne.

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Achse

Reale oder fiktive Gerade, die rechtwinklig zur Bewegungsebene durch den Bezugspunkt (Drehmittelpunkt) f√ľr die Drehbewegung verl√§uft.

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Adaptation

Grundlegende Eigenschaft des Organismus, auf vor√ľbergehende oder dauernd einwirkende physiologische Reize mit Zustandsver√§nderungen seiner Funktionen und Organe zu antworten.

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Adenosintriphosphat

Energiereiche Verbindung, die durch das Enzym Myosin-ATPase in die energieärmere Verbindung ADP und anorganisches Phosphat gespalten wird.

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ADP

Adenosindiphosphat, -+-Adeninnucleotid, entsteht beim ATP-Abbau w√§hrend der Muskelkontraktion. ADP ist energie√§rmer als ATP. ATP MyosinATPase> ADP + anorganisches Phosphat + Energie Das Enzym ATPase spaltet das ATP in ADP und anorganisches Phosphat unter Energiegewinnung. Durch Creatinphosphat und andere Substrate wird das ADP wieder zu ATP resynthetisiert. ADP + Creatinphosphat –> ATP + Creatin. Angeh√§uftes ADP […]

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Adrenalin

Hormon des Nebennierenmarks. Geh√∂rt zusammen mit Noradrenalin und Dopamin zu den Catecholaminen. Diese sind Stre√ühormone. Adrenalin aktiviert zahlreiche K√∂rperfunktionen bei Belastungsbeginn („Starterhormon“), steigert Energieumsatz, W√§rmeproduktion, Glycogenabbau, Fettabbau u. a.. Durch Adrenalin wird der abgesenkte Blutzuckerspiegel wieder erh√∂ht. Adrenalin sichert k√∂rperliche Belastungen, indem es die Herz-Kreislauf-Funktion aktiviert und die Energieversorgung der belasteten Muskulatur f√∂rdert. Adrenalin f√∂rdert […]

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adrenocorticotropes Hormon

Hormon des Hypophysenvorderlappens. Stimuliert die Bildung und Ausscheidung von Hormonen der Nebennierenrinde Glucocorticoide und Mineralocorticoide. ACTH-Freisetzung erh√∂ht die Cortisolkonzentration. Cortisol hilft die Energieversorgung bei Ausdauerbelastungen sichern und wirkt immundepressiv. Zwischen der ACTH-Sekretion und der Cortisolkonzentration existiert ein Biofeedback. Durch sportliche Belastung ausgel√∂ster Stre√ü wird zentralnerval auf bestimmte Hormone √ľbertragen; das dabei entstandene ACTH regt besonders […]

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Aerobic

Moderne ausdauerbetonte Gymnastikrichtung, die im Freizeitsport insbesondere als freudbetontes Trainingsmittel f√ľr die Ausbildung der fitne√ürelevanten aeroben Ausdauerf√§higkeit angewendet wird.

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Aerodynamik

Teilgebiet der Strömungslehre, das sich mit den Bewegungen der Luft bei umströmten Körpern und den dabei wirkenden Kräften beschäftigt.

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Affekt

Rasch entstehende, gro√üe Intensit√§t erreichende und danach sehr schnell abklingende emotionale Erregung und Gef√ľhlswallung, die sowohl auf der positiven Emotionsdimension verlaufen kann (Jubelst√ľrme, Begeisterungsausbr√ľche) als auch im Unlustbereich entsteht (Wut, J√§hzorn, Ersch√ľtterung).

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Affekthandlung

Durch hochgradige emotionale Erregung ausgelöstes impulsives Agieren, dessen Hauptwirkungsrichtung eine Entladung, ein Abreagieren innerer Spannungen ist.

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Afferenz

Signalfolge, die von einem Rezeptor als dem Empfangsorgan eines Analysators ausgeht und √ľber afferente Nervenbahnen zu den zentralen Organen (sensorische Zentren) fortgeleitet wird. Verallgemeinert auch: Gesamtheit afferenter Prozesse als Funktion der Aufnahme, Weiterleitung und (ersten) aufbereitetenden Verarbeitung von Informationen im Organismus.

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Aggressivität

Persönlichkeitsdimension, die das interpersonelle Verhalten und Reagieren in physischen und psychischen Behinderungs-, Bedrohungs- und Konfrontationssituationen determiniert und die individualtypische Neigung zu aggressiven Handlungen charakterisiert.

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Agonist

Muskel, der im Bewegungsvollzug in die Hauptbewegungsrichtung wirkt und damit gegen den Antagonisten arbeitet.

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Aikido

Ostasiatische Kampfsportart; spezifische Variante der japanischen Kampfkunst, bei der bestimmte Kampftechniken (Griffe, Armzwingen, W√ľrfe, W√ľrgen) unter aktivem Einsatz der sogenannten bioenergetischen M√∂glichkeiten des Organismus durchgef√ľhrt werden.

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Akklimatisation

Umstellung und Anpassung des Organismus an veränderte klimatische Bedingungen.

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Akrobatikbahn

Eine etwa 20 m lange und 1,80 m breite Sprungbahn aus Federelementen zur Absprungunterst√ľtzung bei akrobatischen Sprungreihen.

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Akrobatisierung

Die Akrobatisierung ist eine entscheidende Entwicklungstendenz in den technisch-kompositorischen Sportarten

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Aktionsraum

Teil des Spielfeldes (Spielfeldzone/Position), in dem Spieler bzw. Mannschaftsteile entsprechend ihrer Positionsspezifik in Abhängigkeit von dem gewählten Angriffs- und Abwehrsystem vorrangig agieren.

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Aktivierung

Komplexer, psychologischer Erregungszustand des Organismus, der eine wichtige Bedingung der Energiebereitstellung und damit der sportlichen Leistungsfähigkeit
ist.

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Aktualgenese motorische

Quantitative und qualitative Veränderung informationsaufnehmender, -verarbeitender und -umsetzender Prozesse in der Regulation zielgerichteter Bewegungen.

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Akzeleration

1. Allgemein: Beschleunigung, Entwicklungsbeschleunigung. 2. Beim Menschen der w√§hrend der Kindheit und Jugend im Vergleich zu fr√ľheren Jahrzehnten rascher und h√∂her ausgepr√§gte Verlauf von Entwicklungsprozessen, wobei zwischen der s√§kularen und der individuellen Akzeleration zu unterscheiden ist.

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Akzentuierung

Schwerpunktmäßige Ausbildung einzelner Leistungsvoraussetzungen.

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alaktazid

Prozesse der Energiewandlung, die nicht zur Lactatbildung f√ľhren.

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Aldosteron

Hormon der Nebennierenrinde (mineralocorticoides Steroidhormon), das regulierend auf den Wasser- und Elektrolythaushalt √ľber Steuerung der Natrium- und Kaliumausscheidung in den Nieren wirkt.

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Alkalose

Zustand des Blutes mit √ľberh√∂htem pH-Wert (√ľber 7,45).

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Alpiner Skisport

Skilaufdisziplinen, bei denen im Gegensatz zum Skilanglauf besonders fahrtechnische Anspr√ľche in abfallendem Skigel√§nde gestellt werden.

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Alpinski

Ein speziell f√ľr den alpinen Skisport hergestellter Ski mit vorn aufgebogener Schaufel und Taillenform.

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Alter

1. Allgemein: Kenngröße zur Benennung der Existenzdauer von Dingen, Prozessen und Erscheinungen in Natur und Gesellschaft.
2. In der Sport- bzw. Trainingswissenschaft vielfältig benötigte Kenngröße zur Kennzeichnung zeitlicher Dimensionen vor allem in Zusammenhängen mit der Individualentwicklung des Menschen.
3. Letzter Lebensabschnitt in der Ontogenese des Menschen.

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Alter biologisches

Kenngröße eines Menschen, die durch definierte, biotisch bedeutsame Merkmale (Indikatoren) den momentanen physischen Entwicklungsstand mit dem Ziel einzuschätzen beabsichtigt, die Relation zum kalendarischen Alter festzustellen.

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Alterseigent√ľmlichkeiten

Die f√ľr ein bestimmtes Lebensalter charakteristischen Eigenschaften und Prozesse, die sich durch entsprechende alterstypische Merkmale in der biotischen, psychischen und motorischen Ontogenese √§u√üern.

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Altersklasse

Einteilungsstufe der Sportler und Sportlerinnen nach ihrem kalendarischen Alter zur vergleichbaren Abwicklung von Wettkämpfen in den einzelnen Sportarten.

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Altersnorm soziale

Maßgebende Forderung und Erwartung, die in einer gegebenen Gesellschaft an Individuen bestimmter Altersgruppen mit einiger Verbindlichkeit gerichtet ist.

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Altersposition

Soziale Stellung von Individuen einer bestimmten Altersgruppe in der Gesellschaft.

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Alterssport

Funktionsbereich des Freizeitsports, dessen Aufgabe darin besteht, durch gezielte K√∂rper√ľbungen und Sportaktivit√§ten die alternsbedingten nat√ľrlichen Involutionsprozesse zu verz√∂gern.

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Amenorrhoe

Fehlen oder Ausbleiben der monatlichen Regelblutung (Menstruation).

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Amortisationsphase

Teilphase innerhalb eines Bewegungsablaufs, in der die bis dahin erzielte Bewegungsgeschwindigkeit vollständig abgebremst wird.

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Amplitude

Schwingungsweite; größter Abstand eines schwingenden Körpers von seiner Ruhelage.

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Anabolika

Synthetische Abkömmlinge (Derivate) des männlichen Sexualhormons Testosteron.

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Anabolismus

Ausdruck f√ľr alle aufbauenden Stoffwechselvorg√§nge im Organismus (Aufbaustoffwechsel).

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Analysator

Organ der Aufnahme, Umcodierung, Weiterleitung und ersten aufbereitenden Verarbeitung von Informationen im Organismus.

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