Ausdauer allgemeine

Konditionelle Fähigkeit; Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei vielseitigen sportlichen Anforderungen.

Allgemeine Ausdauer wird durch vielfältige körperliche Tätigkeit entwickelt. Bei Beherrschung der sportlichen Technik befähigt allgemeine Ausdauer den Sportler, sich in verschiedenen Sportarten und bei unterschiedlichen Intensitätsanforderungen ausdauernd zu verhalten. Die Ausdauer prägt sich durch den Anforderungscharakter der Belastung (Art der Körperübung, Ausprägungsgrad der Faktoren der Belastungsintensität und des Umfangs) und, gebrochen durch die inneren Bedingungen des Sportlers, zunächst immer in spezifischer Weise aus. Jede Ausdaueranforderung führt gleichzeitig zu bestimmten biologischen, psychischen und motorisch-koordinativen Anpassungen, die auch Voraussetzung für die Ausdauerleistungsfähigkeit unter anderen Anforderungsbedingungen sein können. Je ähnlicher Körperübungen strukturiert sind und je mehr Intensität und Umfang von Belastungsanforderungen übereinstimmen, desto wirksamer ist allgemeine Ausdauer übertragbar; sie hat damit nicht nur einen speziellen, sondern auch einen allgemeinen Charakter. Vielseitige sportliche Anforderungen fördern die Übertragbarkeit der Ausdauer. Allgemeine Ausdauer ist Ausdruck der Leistungsfähigkeit der Gesamtheit jener Funktionssysteme des Organismus, von denen sowohl die Ausdauerleistungsfähigkeit als auch die Belastbarkeit bei vielfältigen Ausdaueranforderungen abhängt. Allgemeine Ausdauer hat vor allem als allgemeine Grundlagenausdauer eine Basisfunktion für die wettkampfspezifische Ausdauer. Im Unterschied zur trainingsmethodischen Interpretation kennzeichnen HOLLMANN/HETTINGER als allgemeine Ausdauer die Ermüdungswiderstandsfahigkeit bei Anforderungen mit Beanspruchung sehr großer Muskelpartien. [15]

= Ausdauerfähigkeit allgemeine 

 

 

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