Bundesinstitut für Sportwissenschaft

Zentrale Einrichtung der BRD für die Sportwissenschaft sowie die Dokumentation und Information.

Der Sitz dieser nicht rechtsfähigen Bundesanstalt ist in Köln. Ein relativ kleiner, hauptamtlicher Apparat (1990: 61,5 Planstellen) wird vom Direktor geleitet. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft realisiert folgende Aufgaben:

  1. die wissenschaftliche Zweckforschung auf dem Gebiete des Sports, insbesondere in der Medizin, Pädagogik, Psychologie, Soziologie sowie Bewegungs- und Trainingslehre, vor allem durch Planung und Koordinierung sowie durch Veranlassung und Auswertung von Forschungsergebnissen zu fördern,
  2. die Bundesregierung bei Sportförderungsprojekten in den Entwicklungsländern wissenschaftlich zu beraten,
  3. bei der Errichtung, dem Ausbau und der Unterhaltung bundeszentraler und bundeseigener Sportanlagen mitzuwirken sowie Konzeptionen für den Bau moderner Sportanlagenzu entwickeln, entsprechende Forschungen zu veranlassen und zu koordinieren, Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen auszuwerten,
  4. eine bundeszentrale Dokumentation und Information auf dem Gebiet des Sports einzurichten.

Das Direktorium wirkt ehrenamtlich und erstellt u. a. die Forschungsprogramme sowie Empfehlungen für spezifische Aufgabengebiete wie Forschungsauswertung. Regelmäßig wird die Forschungsförderung vom BISp herausgeben, in Zwei-Jahres- Berichten wird über die geleistete Arbeit informiert. In der Zeitschrift „Sportwissenschaft“ wird jährlich über die Forschungsförderung publiziert. In vier Fachbereichen (Verwaltung, Wissenschaftliche Forschung, Dokumentation/Information sowie Sport- und Freizeitanlagen) werden die wesentlichen Forschungs- u. a. Arbeiten angeleitet bzw. durchgeführt. Der Fachbereich Wissenschaftliche Forschung ging aus dembereits in den fünfziger Jahren gegründeten „Kuratorium für die Sportmedizinische Forschung“ des DSB hervor, das 1961 zum „Zentralkomitee für die sportwissenschaftliche Forschung“ (durch die Fachgebiete der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Bewegungs- und Trainingslehre erweitert) umstrukturiert wurde. Die Aufgaben des ehemaligen Instituts für Sportstättenbau des DSB hat der Fachbereich „Sport und Freizeitanlagen“ übernommen.

Ein wesentliches Aufgabengebiet wird vom Beauftragten für Doping-Analytik wahrgenommen, besonders seit den Olympischen Spielen 1988. Derzeit sind, trotz der guten Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Föderationen und der Unterkommission der Medizinischen Kommission des IOC, viele Fragen der Doping-Problematik ungelöst, aktuelle Ereignisse weisen darauf hin. [35]

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