Erwärmen

Aktives Einarbeiten vor einer sportlichen Tätigkeit zum Erreichen einer optimalen Betriebstemperatur als Voraussetzung für eine relativ hohe -sportliche Leistungsfähigkeit und optimale psychische Aktivität.

Durch das Erwärmen wird die Durchblutung der Muskulatur und ihre Elastizität verbessert, es erhöht sich die Leistungsbereitschaft der an der sportlichen Tätigkeit beteiligten Organsysteme. Die Optimaltemperatur für Trainings- und Wettkampfbelastungen liegt zwischen 38,5 und 39 °C. Außerdem wird der Sportler durch das Erwärmen in psychischer Hinsicht auf die bevorstehende sportliche Leistungsanforderung eingestellt. Das Erwärmen trägt dazu bei, die Gefahr von Verletzungen am Stütz- und Bewegungssystem zu verhindern. Es erfolgt meist individuell oder in kleinen Gruppen (letzteres besonders bei Mannschaftssportarten). Form und Dauer werden u.a. vom Charakter der nachfolgenden sportlichen Tätigkeit, der Sportart, dem Trainingszustand, Klima, Wetter, der Tages- und Jahreszeit sowie der vorangegangenen Tätigkeit bestimmt. Man unterscheidet das Erwärmen mittels allgemeiner Körperübungen (allgemeine Erwärmen), mittels spezieller und Wettkampfübungen (spezielle Erwärmen) und das hinsichtlich der Anwendung von Körperübungen kombinierte Erwärmen. Unterscheidbar ist auch das aktive, bisher behandelte, und das passive Erwärmen (z.B. mittels Sauna, Duschen, Massage, Einreibungen). Mit letzterem ist der Funktionszustand des Organismus allerdings nicht ausreichend auf erhebliche Beanspruchungen vorzubereiten. Zu verweisen ist außerdem auf das psychische Erwärmen. Es wird mittels Körperübungen sowie des Trainings der Bewegungs- bzw. Handlungsvorstellung realisiert und führt zu einem höheren Wachheitsgrad sowie zur Verbesserung konzentrativer und sensornotorischer Leistungsvoraussetzungen. Die Wirkung des Erwärmen ist zeitlich begrenzt und nimmt nach dessen Beendigung ab. Die konkrete Dauer ist von der Art der angewendeten Übungen abhängig, von der Intensität und dem Umfang des Erwärmen, vom körperlichen, psychischen und leistungsmäßigen Zustand des Sportlers/der Sportlerin, von den klimatischen Bedingungen und vor allem von der zu vollbringenden Trainings- oder Wettkampfleistung. Es ist deshalb erforderlich, für jeden konkreten Fall den optimalen Abstand zwischen der Beendigung des Erwärmen und dem Beginn der Trainings- bzw. Wettkampfbelastung zu ermitteln und zu gewährleisten. In der Regel geht es hierbei um eine Dauer von etwa 10 bis 15 Minuten. [6]

= Aufwärmen

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