Golf

Ein zu den Ziel- und Treibspielen zählendes Vollballspiel, bei dem der Golfball (Durchmesser 4,1 cm, Gewicht 46 g) aus Hartgummi mit einer leicht geriffelten Hülle über einen bis zu 10 km langen, teilweise unebenen Kurs von 9 bis 18 Löchern gespielt wird.

Das Ziel besteht darin, den Ball mit dem Schläger in das inmitten einer sehr kurz geschorenen Grasfläche (Green) gelegene Loch (Durchmesser 10,8 cm) zu treiben. Man unterscheidet Lochspiele, bei denen siegt, wer mit der geringsten Schlagzahl die meisten Löcher gewinnt, und Zählwettspiele, bei denen der Spieler oder die Mannschaft mit der geringsten Schlagzahl für alle Löcher gewinnt. Je nach Art des Geländes und Länge des Spielfeldes benutzt der Spieler aus einem Satz von 6 bis 14 Golfschlägern, die im professionellen Wettkampf von einem Caddie mitgeführt werden, den für jeden Schlag geeignetsten. Der Golfschläger besteht aus einem etwa 110 cm langen Stahlrohr, an dessen unterem Ende ein meist aus Metall gefertigter, nach Masse und Form für eine bestimmte Schlagsituation geeigneter Kopf angebracht ist. Entsprechend seiner speziellen Eignung wird z.B. der Treiber für sehr weite Schläge (250 m und mehr), der Putter für das Einlochen (auch Einputten), das „Eisen“ für Schläge aus schwierigen Lagen verwendet. Golf kann als Einzelspiel (1 Spieler spielt gegen einen anderen), aber auch als Mannschaftsspiel (Gruppen von 2 Spielern) ausgetragen werden. Golf entstand im 15. Jh. in Schottland, wurde 1608 in England eingeführt und war im 17. Jh. in volkstümlicher Form auf dem europäischen Festland zuerst in den Niederlanden zu finden (Kolvenball, Kolfspeel = Kolbenball). 1890 kam das Spiel erst nach Deutschland, wo es nur einen Freizeitsport für Mitglieder privilegierter bürgerlicher Golfklubs darstellte. Mit der Entwicklung des Freizeit- und Breitensports verbreitete sich auch das Kleingolf oder Minigolf. Es umfaßt Spielarten des Golfs mit sehr vereinfachten Spielregeln und umfeldgemäßen, platzsparenden Abwandlungen. Der Spielgedanke ist der des großen Golfspiels. Minigolf kann schon auf sehr kleinen Rasenplätzen und Spielbahnen mit künstlich angelegten Hindernissen betrieben werden. Es gibt stationäre und transportable Anlagen mit 9 bis 18 Bahnen. Der Treibschlag über größere Entfernungen entfällt. Das Betreten der Spielbahnen ist verboten; der Spieler schlägt den Ball, meist in leichter Grätschstellung, neben der Bahn stehend. Die Schläger sind kleiner als beim großen Golf; der Schaft ist etwa 80 cm lang. Auch andere Spielarten sind Minigolfvarianten, so z.B. Clockgolf (die 12 Abschlagmale sind kreisförmig wie bei einer Uhr um das Zielloch im Innern des Spielfeldes angeordnet), Ein-Bahn-Golf (auf kleinster Fläche mit nur einem Zielloch) oder Campinggolf (mit mehreren unregelmäßig angelegten Ziellöchern und Einbeziehung von künstlichen Hindernissen). [12]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.