Kondition

Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit, die vorrangig durch energetische Faktoren und Prozesse und die ihnen entsprechenden Leistungsvoraussetzungen bestimmt ist.

Allgemein wird zur Kondition das Niveau der Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeiten und der mit ihnen unmittelbar verknüpften psychischen Leistungsvoraussetzungen gerechnet, vielfach wird auch die Beweglichkeit eingeschlossen. Einige Autoren verstehen demgegenüber Kondition als allgemeine sportliche Leistungsfähigkeit, d. h. als Zusammenfassung aller energetisch und koordinativ bedingten Leistungsvoraussetzungen (konditionelle und koordinative Fähigkeiten – LETZELTER, 1985; JONATH, 1986).

Kondition ist für das Erreichen hoher sportlicher Leistungen Voraussetzung und hat wesentlichen Einfluß auf die psychische und physische Belastbarkeit des Sportlers im sportlichen Training und im Wettkampf. Sie ist ferner eine wesentliche Komponente der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit des Menschen und ist von Einfluß auf Gesundheit und Wohlbefinden. Biotisch bedeutsam sind die Funktionstüchtigkeit des Herz-Kreislauf-, Atmungs- und Stoffwechselsystems sowie des neuromuskulären Systems. Psychische Komponente der Kondition ist vor allem die volitive Steuerung des Verhaltens, die sich in der Überwindung innerer Schwierigkeiten und im stabilen Verhalten beim Bewältigen hoher Anforderungen in Training und Wettkampf, im Arbeitsprozeß und im allgemeinen Lebensprozeß beweist. Kondition wird durch Konditionstraining erworben und kann auch nur durch Training stabilisiert und erhalten werden. [62]

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