Antipathie

Gefühl der Abneigung gegen bestimmte Personen, einzelne Mitglieder von Gruppen oder die Vertreter sozialer Gruppierungen.

Antipathie entsteht meist spontan im Rahmen des ersten Eindrucks und bestimmt maßgeblich das individuelle Kommunikations- und Kooperationsverhalten. Eine hauptsächliche Quelle bilden die in verschiedenen sozialen Stereotypen verankerten sozialen Erfahrungen. Antipathie erschwert die sachliche Urteilsbildung über Leistungen und Verhaltensweisen der unsympathischen Person, motiviert die Vergrößerung der sozialen Distanz und ist eine Ursache für die Meidung direkter Kontakte. Selbstreflektorische Bemühungen, die eigentlichen Gründe für die Aversionen zu bestimmen, sind oftmals erfolglos, weil zweifellos unbewußte Abwehrmechanismen durch die aktuelle Personwahrnehmung aktiviert werden. Im Sport kann Antipathie interpersonelle Beziehungen in Trainingsgruppen und Mannschaften verursachen und belasten. So lieferten bereits länger zurückliegende Erhebungen Belege dafür, daß Zuspielhäufigkeiten trotz strenger taktischer Orientierung durch den Beliebtheitsgrad des Mitspielers überlagert werden. Richtet sich die Antipathie gegen einzelne Wettkampfstätten und -bedingungen, so bilden sich Aversionen heraus, durch die deutliche Korrekturen in der individuellen Leistungserwartung bewirkt werden können. [44]

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.