Azidose

Überschuß an Kohlensäure oder nichtflüchtigen Säuren im Blut oder Gewebe.

Der Zustand der metabolen Azidose tritt ein, wenn der pH-Wert unter 7,3 abfällt. Im Sport kommt es bei intensiven Belastungen, die mit Lactatbildung einhergehen, stets zur Azidose. Die Azidose hält bei sportlichen Belastungen nur kurzzeitig an und ist mit dem Abbau des Lactats nach etwa 30 min wieder behoben. Mit Zunahme der aeroben Leistungsfähigkeit werden Zustände der Azidose schneller beseitigt. Sehr starke Azidose ist Abfall des Blut-pH unter 7,0 und führt zum Belastungsabbruch. Dabei wird die Glycolyse (besonders das Glycolyseenzym Phosphorfructokinase) gehemmt. Die Muskulatur wird vor Überforderung durch Unterbrechung des Energieflusses geschützt. Stärkste Azidose wird beim 400- und 800-m-Lauf erreicht. [47]

Gegenteil Alkalose

 

 

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