Führung pädagogische

Merkmal pädagogischer Prozesse, das das grundsätzliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden im Bildungs- und Erziehungsprozeß (Objekt-Subjekt-Relation) charakterisiert.

Pädagogische Führung drückt ein Verhältnis zur sportlichen Tätigkeit der Lernenden aus, zum „Maß“ der Einflußnahme auf den Prozeß der Entwicklung der sportpädagogisch betreuten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, der immer als Prozeß der Selbstentwicklung zu verstehen ist. Pädagogische Führung in der sportlichen Tätigkeit in diesem Sinne ist auf Selbsttätigkeit, Selbsterziehung, Selbständigkeit gerichtet. Pädagogische Führung bezeichnet die Inszenierung, Lenkung bzw. Steuerung des Lernprozesses durch den Sportpädagogen. Sie umfaßt die Analyse, Planung, Gestaltung und Organisation der sportlichen Tätigkeit der Sporttreibenden, deren Auseinandersetzung mit den Zielen, Inhalten, Verfahren, Bedingungen des konkreten Lernprozesses. Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter pädagogischen Führung Direkte Pädagogische Führung bezeichnet die unmittelbare Einflußnahme des Sportpädagogen auf die Lerntätigkeit, seine Anwesenheit im konkreten Lernprozeß. Unter indirekter Pädagogische Führung wird die Einflußnahme auf den Lernprozeß durch Bildungs- und Erziehungsmittel verstanden, in denen die Ziele, Inhalte, Methoden und Verfahren des Prozesses in pädagogisch aufbereiteter Form (z. B. Lehrbücher, Lehr- und Lernmaterialien, Lernprogramme) vorliegen und vom Sporttreibenden selbständig (in Abwesenheit des Sportpädagogen) angeeignet werden.

Im Hinblick auf das Führungsverhalten des Sportpädagogen (Lenkungsdimension und Dimension emotionaler Zuwendung) werden pädagogische Führungsstile unterschieden. [55]

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