Lernplateau

Phänomen im Verlauf des Lernprozesses, das durch eine Stagnation des Lernfortschritts in der Gesamthandlung bzw. in bezug auf einzelne Parameter und Kriterien trotz weiteren Übens gekennzeichnet ist.
Im motorischen Lemprozeß kann das Lernplateau in Abhängigkeit von den gestellten Anforderungen, von den Unterrichtsmethoden (z. B. Monotonie als plateaubegünstigender
Faktor) und dem Engagement des Lernenden potentiell in jeder Lernphase entstehen. Es ist meist vorübergehender Art und kann durch geeignete Methoden überwunden werden. Trotz Stagnation (sichtbar als Plateau in der Lernkurve) ist jedoch anzunehmen, daß der Lernprozeß in den komplizierten Prozessen der sensomotorischen Koordination fortschreitet, auch wenn die Bewegungsausführung keine positiven Veränderungen und die sportliche Leistung keine Verbesserung erkennen läßt. Das bedeutet, daß die  Plateaubildung nur eine scheinbare Stagnation des Lernprozesses ausdrücken kann. Offensichtlich muß in den sensomotorischen Prozessen erst eine bestimmte Qualität erreicht sein, ehe sich diese Fortschritte in eine neue Qualität des Bewegungsvollzuges umschlagen können. Das gilt besonders für schwierige sportliche Bewegungen. [19; 26; 50]

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