Skalierung

Verfahren zur quantifizierten Ordnung von Gegenständen und Erscheinungen.

Skalierung wird häufig im Analyseprozess sowie in der Forschung notwendig, wenn es um die Quantifizierung vom empirischen Befunden geht. Unterschieden werden drei Grundtypen:

  • Maßskalen: die erfassten Einheiten sind gemessene Werte. Diese sind nach ihren Unterschieden geordnet; die Differenzen zwischen den Maßzahlen sind eindeutig bestimmt, d. h. der Abstand zwischen zwei jeweiligen nebeneinanderliegenden Werten ist immer gleich (z. B. bei metrischen Skalen)
  • Ordinalskalen: die erfaßten Elemente bzw. die Merkmalsausprägungen werden zueinander in Beziehung gesetzt und nach den ermittelten „Größer-Kleiner- Relationen“ in eine geordnete Reihe gebracht (z. B. bei der im Sport häufig angewandten Punktwertung)
  • Nominalskalen: es wird nach sich ausschließenden Kategorien bzw. Merkmalen unterschieden. Dabei lässt sich jedoch keine gültige Reihenfolge ermitteln. Es sind nur Häufigkeitsbestimmungen möglich (z. B. bei Fehleranalysen in der Ausführung von sportlichen Techniken).

Der Informationsgehalt von Maßskalen ist am größten und ist am besten zu mathematisieren, der von Nominalskalen ist am geringsten. In der sportwissenschaftlichen Forschung (Trainingsmethodik, Leistungsdiagnostik) kann oft nur mit Nominal- oder Ordinalskalen gearbeitet werden, weil die untersuchten Erscheinungen bzw. Merkmalsausprägungen nicht zu messen und oft auch komplexer Art sind z. B. bei der Technikerfassung (Beobachtungsskala). [68]

Schätzskala

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