Belastungswirkung

Durch die Bewältigung einer Belastung bzw. bestimmter Belastungen hervorgerufene Reaktion des menschlichen Organismus insgesamt oder einzelner besonders betroffener Funktionssysteme.

Im Sport, besonders im sportlichen Training, äußert sich die Belastungswirkung folgendermaßen:

1. Durch die zeitweilige Auslenkung des physischen und/oder psychischen Gleichgewichts des Sportlers irrfolge der Auseinandersetzung mit den -Belastungsanforderungen bzw. mit Einwirkungen der Natur wie z. B. Geländeprofil, Windverhältnisse, Strömungsverhältnisse oder Höhenlage. Insofern ist die Belastungswirkung mit der Beanspruchung identisch. Erkennbar wird sie durch ein absinkendes Leistungsniveau, das einer zunächst ansteigenden Phase folgt. Das absinkende Leistungsniveau ist mit solchen Merkmalen verbunden wie zunehmende Ausschöpfung der Energievorräte, zentralnervale Ermüdung und damit auch Erhöhung der sporttechnischen Fehlerquote u. a. m.

2. Durch die Umwandlung der erstgenannten unmittelbaren Belastungswirkung in eine Belastungswirkung, die zunächst durch Wiederherstellung und in deren Gefolge durch Adaptationsspuren bzw. Ergebnisse im motorischen Lernen zu kennzeichnen ist.

3. Durch die Verbindung mehrerer einzelner Belastungswirkungen wird eine Gesamtbelastungswirkung ausgeprägt, die in Abhängigkeit von Quantität und Qualität sowie der inhaltlichen Richtungen der einzelnen Belastungswirkungen, vom Wirken weiterer Faktoren, insbesondere dem trainingsmethodischen Vorgehen, zur Leistungsentwicklung bzw. Stabilisierung oder zur Minderung des alterungsbedingten Leistungsverlusts führt. Nach MATWEJEW ( 1981) bezeichnet man diese Belastungswirkung auch als unmittelbaren, verbleibenden oder kumulativen Trainingseffekt [6]

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