Bewegungsvariation Prinzip der

Trainingsmethodisches Prinzip, nach dem bei der Ausbildung der allgemeinen sportlichen Leistungsfähigkeit und der einzelnen Leistungsvoraussetzungen die Trainingsanforderungen speziell hinsichtlich der Bewegungsausführung zu variieren sind.

Das betrifft jeweils bestimmte Parameter oder Merkmale der Bewegung wie Bewegungsumfang, Bewegungstempo, Bewegungsstärke (u. a. durch variierte Widerstände, Gerätegewichte, Bremsen), Bewegungsrhythmus, Bewegungskombination. Die kognitive Grundlage dieses Prinzips basiert auf der Theorie der Bewegungskoordination (BERNSTEIN, 1988, u. a.), ferner auf der Schematheorie und der Theorie der generalisierten motorischen Programme („variability of praxis“ als Folgerung) und bezieht sich demnach auf die sensomotorische und psychomotorische Informationsorganisation. Das Prinzip der Bewegungsvariation gilt in besonderem Maße für das Training der koordinativen Fähigkeiten und der Bewegungsfertigkeiten, darüber hinaus aber auch im Kraft- und Schnelligkeitstraining. Eine Trainingsmethode, in der das Prinzip unmittelbare Anwendung findet, ist die Kontrastmethode. [62]

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