Kognition

Sammelbegriff für alle psychischen Prozesse und Abbilder, die die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen realisieren.

Kognitionen übernehmen innerhalb der Ausführungsregulation die Führungsfunktion bei der Regulation sportlicher Handlungen. Um den aktiven Charakter der Regulationsprozesse zu betonen, werden die dabei ablaufenden Widerspiegelungsprozesse auch als kognitive Operationen bezeichnet, wobei unterschieden wird in perzeptive Operationen auf der Ebene der sinnlichen Erkenntnis (Empfindung, Wahrnehmung), intellektuelle Operationen auf der Ebene der sprachlich-begrifflichen Erkenntnis (Denken, Vorstellung) und mnestische Operationen, die speziell auf das Einprägen oder Reproduzieren (Gedächtnis) gerichtet sind. Kognitionen realisieren nicht nur die für die sportliche Betätigung notwendigen Informationsprozesse, sie sind gleichzeitig Resultat der aktiven Informationsverarbeitung und werden als kognitive Strukturen im Gedächtnis fixiert. Aufgrund dieser Verinnerlichung ist der Sportler in der Lage, bewußt und planmäßig sportliche Handlungsziele festzulegen und entsprechende Strategien auszuwählen, die geeignet sind, diese Ziele zu erreichen. [24]

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